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18.02.2016

Krankenversicherung, Politik & Wirtschaft

IMS Health veröffentlicht Jahreszahlen zum Pharma-Markt

Der Pharma-Gesamtmarkt ist 2015 auf 38,0 Milliarden Euro gewachsen, das entspricht einem Umsatzplus von 5,6 Prozent.  Insgesamt wurden 94,9 Mrd. Packungen abgegeben, das sind 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Zahlen legte jetzt das Forschungs-, Beratungs- und Analyseunternehmen IMS Health in Frankfurt vor. Im deutschen Pharma-Gesamtmarkt sind 2015 Novartis und Roche aus Basel sowie Sanofi aus Paris nach Umsätzen führend. Pfizer, Berlin folgt auf dem vierten Platz und die hochpreisigen Hepatitis Innovatoren von Gilead Sciences aus den USA rangieren bereits auf Platz 6. Novartis, Bayer, Sanofi und Pfizer sind führend im Apothekenmarkt.  Am stärksten wächst der Umsatz im OTC-Sektor, er stieg von 7,522 auf 8,088 Milliarden, was einen Zuwachs von 7,4 Prozent bedeutet. Dabei haben die durch Selbstmedikation erworbenen Arzneimittel einen Umsatzanteil von 82 Prozent. 8 Prozent mehr haben die Verbraucher aus eigener Tasche für OTC-Produkte ausgegeben, das entspricht einem absoluten Umsatz von 6,604 Milliarden. Die umsatzträchtigsten  Medikamentengruppen sind Grippemittel, Entzündungshemmer und Krebsmedikamente. Knapp die Hälfte des Apothekenumsatzes entfällt auf geschützte Marken, die zudem das vergleichsweise höchste Wachstum verbuchen (plus 15 Prozent; 14,9 Milliarden Euro). In gleichem Maße wie geschützte Präparate zulegen, sind Arzneimittel nach Patentende rückläufig (minus 15 Prozent; 4 Milliarden Euro). Bei den Versandapotheken stieg der Umsatz 2015 um 5,2 Prozent auf 830 Millionen Euro. Dieses Ergebnis verdankt sich dem Zuwachs bei OTC-Arzneimitteln (plus 9 Prozent). Rx-Präparate verlieren über den elektronischen Bestellweg um 7 Prozent Umsatz. Die Abgabemenge der Rx-Präparate sinkt im Versandhandel sogar um 14,3 Prozent. Der komplette IMS Health Marktbericht ist im Internet verfügbar unter http://www.imshealth.de/files/web/Germany/Marktbericht/Pharma-Marktbericht-Dezember-2015-IMSHealth-022016.pdf.

Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung

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