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03.03.2016

Krankenversicherung, Politik & Wirtschaft

KZBV für einheitliche Regelungen und flächendeckende Einführung der eGK für Flüchtlinge und Asylbewerber

Bei einer Fachveranstaltung im Bundeskanzleramt hat sich die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) für bundesweit einheitliche Regelungen bei der zahnmedizinischen Versorgung von Flüchtlingen und Asylbewerbern ausgesprochen. Durch die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte für Flüchtlinge ist die Umsetzung der Versorgung in einigen Ländern bereits erheblich erleichtert und beschleunigt worden. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass dieses Modell möglichst in allen Bundesländern Schule macht“, sagte Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV. So ist zum Beispiel in Bremen eine solche Regelung bereits seit dem Jahr 2005 in Kraft, Hamburg folgte im Jahr 2013. Als erste Flächenländer haben Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein vor wenigen Wochen die eGK für Flüchtlinge eingeführt. In den ersten 15 Monaten des Aufenthaltes in Deutschland regelt das Asylbewerberleistungsgesetz die zahnmedizinische Versorgung von Flüchtlingen. Danach erfolgt die Behandlung zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Die KZBV und die kassenzahnärztlichen Vereinigungen legen in Verträgen mit den Leistungsträgern Rechte und Pflichten der Vertragszahnärzte, Art und Umfang der Versorgung sowie Vorschriften für Behandlungen fest, die mit der GKV abgerechnet werden. Für Fragen von Ärzten und Versicherten zur Durchführung der zahnmedizinischen Versorgung von Flüchtlingen und Asylbewerbern haben die KZBV und die Redaktion der Zahnärztlichen Mitteilungen (zm) Listen mit Online-Links erstellt, die Informationen und Hilfestellungen zum Leistungsumfang und Fragen der Versorgung allgemein zusammenführen. Die fortlaufend aktualisierten Listen können abgerufen werden unter www.kzbv.de/behandlung_asylbewerber oder  www.zm-online.de. Sie enthalten rechtliche Hinweise, Hilfsmittel für die Bestimmung der Sprache von Patienten und Patienteninformationen sowie Anamnese- und Fragebögen für die Notfallversorgung in mehr als 30 Sprachen zum Download bereit.

Dr. Angelika Kiewel, Welt der Krankenversicherung

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