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11.03.2016

Pflege, Politik & Wirtschaft

Deutscher Pflegepreis 2016 verliehen

Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein, Professorin für Pflege- und Hebammenwissenschaft an der Hochschule Osnabrück, ist auf dem Deutschen Pflegetag mit dem Deutschen Pflegepreis 2016 ausgezeichnet worden. Sie erhält die Auszeichnung für ihre Verdienste um das Hebammenwesen in Deutschland. Die vom Deutschen Pflegerat verliehene Auszeichnung geht damit zum dritten Mal an die Hochschule Osnabrück.

In ihrer Dankesrede hob zu Sayn-Wittgenstein hervor, dass mit der Auszeichnung „erstmalig in der Bundesrepublik für die Berufsgruppe der Hebammen die Errungenschaften der letzten 15 Jahre gewürdigt“ werden. Die aus ihrer Sicht wichtigsten Errungenschaften stellte die Forscherin klar heraus: Zum einen sei dies der „Hebammenkreißsaal, ein von Hebammen eigenverantwortlich geleiteter Kreißsaal, in dem Frauen nach entsprechenden Vorabklärungen normal gebären können“. Dieser in Deutschland innovative Ansatz ist ein seit zehn Jahren erprobtes, wissenschaftsgestütztes Betreuungskonzept. „Es gibt mittlerweile 15 Hebammenkreißsäle bundesweit.“  Zum anderen verwies sie auf den entwickelten Expertinnenstandard zur Förderung der physiologischen Geburt: „Damit haben wir aus der Pflegewissenschaft, zusammen mit den Kollegen und Kolleginnen des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege, dem DNQP, ein Instrument zur internen Qualitätssicherung sehr erfolgreich auf das Berufsfeld der Hebammen übertragen.“ 

Zu Sayn-Wittgenstein ist seit 2000 Professorin für Pflege- und Hebammenwissenschaft an der Hochschule Osnabrück. Unter ihrer Ägide wurden sowohl die bundesweit erste Professur für Hebammenwissenschaft sowie der erste Bachelor-Studiengang Midwifery an der Hochschule Osnabrück etabliert. 

medhochzwei Redaktion

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