Brauchen wir den Führerschein für die digitale Medizin?

21.07.2021, Prof. Dr. med. Peter Langkafel, Prof. Dr. David Matusiewicz
Autorenkommentare, Digital Health

Wir alle suchen im Internet Gesundheitsinformationen – und können meist „gute" von „schlechten", gar „gefährlichen“ Informationen nicht unterscheiden. Die meisten kennen weder die Gütesiegel für „gute“ Gesundheitsinformationen, noch wissen Sie genau, welchen Quellen sie vertrauen können – noch kennen sie Kriterien, nach denen der „gute Inhalt“ einer medizinischen Website selbst erkannt werden kann. Das gleiche gilt für Software, Apps und „Tracker“ in und für die Medizin.

Mit teilweise drastische Auswirkungen: Krankheiten werden nicht oder falsch erkannt, Medikamente werden abgesetzt oder verändert, ohne ärztlichen Rat zu suchen. Apps und digitale Technologien werden teilweise sorglos und kritiklos eingesetzt – oder aus Unverständnis oder Unkenntnis nicht benutzt, obwohl diese sehr sinnvoll wären.

So entsteht, wenn wir den vielzitierten Satz des Sachverständigenrates Gesundheit als Grundlage nehmen wollen, eine „digitale Über-, Unter- und Fehlversorgung“.
Brauchen wir also einen Führerschein für die digitale Medizin? „Seepferdchen" für Medizin und Internet? „Freischwimmer" für Gesundheitsapps? Welche Konzepte machen Sinn – und wo machen es uns andere Länder und Branchen vor?

Prof. Dr. med. Peter Langkafel MBA, Gründer und Geschäftsführer der Digital Health Factory GmbH und Professor an der XU Exponential University Potsdam für Digital Health und Prof. Dr. David Matusiewicz, Professor für Medizinmanagement an der FOM Hochschule und Dekan des Hochschulbereich Gesundheit & Soziales, geben gemeinsam das Buch „Digitale Gesundheitskompetenz- Brauchen wir den digitalen Führerschein für die Medizin“ heraus, das im August im medhochzwei Verlag erscheint.

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