Interview mit Herrn Prof. Dr. med. Dr. rer. pol. Konrad Obermann zu klinikhochzwei

16.08.2021, medhochzwei Redaktion
Aktuelles aus dem Verlag, Interviews

Prof. Dr. med. Dr. rer. pol. Konrad Obermann
Vorstand des Medizin-Management-Verbands e.V.
Mannheimer Institut für Public Health MIPH, Universität Heidelberg
Er sieht in der Datenschutzgrundverordnung erhebliche Fortschritte gegenüber dem früheren Bundesdatenschutzgesetz.


Frage: Sehr geehrter Herr Prof. Obermann, Sie, bzw. der Medizin Management Verband, dem Sie vorstehen, hat gemeinsam mit dem medhochzwei Verlag ein neues digitales Adressverzeichnis „klinikhochzwei“ entwickelt. Wie kam es zu diesem gemeinsamen Projekt?

Es ist ein Digitalisierungsprojekt. Über mehr als ein Jahrhundert lang hatte man Nachschlageverzeichnisse auf Papier, um wichtige Persönlichkeiten in professionellen Zusammenhängen auffinden zu können:  Telefonbücher, Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender, Mitgliederverzeichnisse Wer-liefert-was-Bücher, who-is-who-Schinken, oder Branchenverzeichnisse wie heute noch den Oekl“ und den „Leonhardt“.
Klinikhochzwei entspricht diesen traditionellen Instrumenten, nur digital, und damit schneller, präziser, effektiver in der Nutzung.
Und der Verband zusammen mit dem Verlag erschienen mir von Anbeginn wie füreinander gemacht: Wir seitens des Verbands recherchieren die wichtigen Ansprechpartner der Klinik-, der Medizinbranche. Als einen der Services für unsere Mitglieder. Und der medhochzwei Verlag hat Renommee und Reichweite und versteht sich herausragend auf das Publikations-Handwerk. Auch digital.

Frage: Was bietet denn klinikhochzwei und für wen kann das Adressverzeichnis interessant sein?

Nun, das Verzeichnis bietet den Überblick über all die Persönlichkeiten, die in Klinik und MVZ in ganz Deutschland Entscheidungen treffen. die Vorstände und Geschäftsführer, Pflegeleitung, IT und Einkauf samt der ärztlichen Leiterinnen und Leiter aller Rangstufen.
Besonders können diejenigen das Verzeichnis gebrauchen, die professionell mit dieser Zielgruppe zu tun haben, vom gezielten Kontakt zu zum Beispiel den MVZ-Geschäftsführern, den Chefärzten in der Kardiologie, den Personalleiterinnen oder Pflegeleitern und so weiter.

Frage: Inwiefern unterscheidet sich das Angebot von klinikhochzwei von Angeboten anderer Anbieter?

Tatsächlich weiß ich nicht, ob es ein Äquivalent dazu überhaupt gibt: mit all den Entscheidungsträgern sowohl stationär als auch ambulant, über alle Berufsgruppen hinweg und mit der Aktualität, da wir ständig mit diesen Profis, die wir verzeichnet haben, korrespondieren.

Frage: Es steckt ja sicherlich eine Menge Arbeit und Aufwand in der Pflege dieser Adressen. Warum verwendet ihr Verband so viel Mühe darauf und wie gewährleisten Sie die Aktualität der Ansprechpartner und Adressen?

Wir gewährleisten, dass wir kontinuierlich mit und an diesem Verzeichnis und dessen Aktualität arbeiten. Methodisch gesehen ist – auch unter besten Bedingungen - die Abbildung der Landschaft mit einigen zehn- ja hunderttausenden Protagonisten natürlich immer mit einer Zeitverzögerung behaftet. Der Unterschied besteht darin, wie lang oder besser kurz diese Verzögerung in der Praxis ist.

Frage: Wenn es um Ansprechpartner und Adressen geht, kommt unweigerlich das Thema Datenschutz ins Spiel. Wie sorgen Sie dafür, dass der Datenschutz eingehalten wird?

Naturgemäß passiert bei uns kein Handschlag, von dem unser Datenschutzbeauftragter nicht weiß, bzw. von ihm abgesegnet ist. Die TOM, die „technischen und organisatorischen Maßnahmen“, die Sicherungs- und Verschlüsslungs-Maßnahmen, sind tiefgreifend und streng organisiert und kontrolliert. Der Server steht in Deutschland. Und auch die Rechte der Adress-Eigner achten wir sehr sorgsam, nicht zuletzt durch die kontinuierliche Korrespondenz und Sachinformation dazu. Datenschutz in seiner ganzen Breite ist, wenn handwerklich konsequent umgesetzt, kann ein allseits dienliches Set von Instrumentarien sein. Mehr noch, die aktuelle Datenschutzgrundverordnung ist eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem alten Bundesdatenschutzgesetz. Denn das alte Bundesdatenschutzgesetz konnte letztlich nicht auf das Internet und die Digitalisierung adäquat reagieren. Die Datenschutzgrundverordnung dagegen stellt rechtlich vieles klar, was zuvor nicht definiert war. Und das ist ein hoher Wert.

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