BMAS legt voraussichtliche SV-Werte für 2022 vor

13.10.2021, Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung
Krankenversicherung, Politik & Wirtschaft

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat den Referentenentwurf zur Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2022 vorgelegt. Mit der Verordnung werden die maßgeblichen Rechengrößen der Sozialversicherung auf Basis der Einkommensentwicklung im vergangenen Jahr (2020) turnusgemäß angepasst. Erstmals seit Jahren bleiben wichtige Rechengrößen in der Sozialversicherung unverändert zum Vorjahr. Hintergrund ist, dass die den Rechengrößen 2022 zugrundeliegende Lohnentwicklung im Jahr 2020 im Minus geblieben ist. Sie betrug im Bundesgebiet - 0,15 Prozent und in den alten Bundesländern - 0,34 Prozent. Die Rechengrößen müssen von der Bundesregierung beschlossen werden und der Bundesrat anschließend zustimmen, erst dann sind sie verbindlich.

Hier die wichtigsten Rechengrößen für 2022:
Die Bezugsgröße bleibt unverändert bei 3.290 Euro pro Monat. Die Bezugsgröße Ost steigt von 3.115 auf 3.150 Euro pro Monat. Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) in der Krankenversicherung für 2022 beträgt unverändert 58.050 Euro im Jahr bzw. 4.873,50 Euro monatlich. Die BBG in der allgemeinen Rentenversicherung sinkt um 50 Euro auf 7.050 Euro pro Monat. Die BBG Ost steigt um 50 Euro auf 6.750 Euro. Die bundesweit einheitliche Versicherungspflichtgrenze in der GKV (die sog. Jahresentgeltgrenze) bleibt unverändert bei 64.350 Euro.

Anzeige
Anzeige