Hoffnung für das Gesundheitssystem

Ein Gespräch mit Prof. Dr. Boris Augurzky

12.11.2025, medhochzwei
Aktuelles aus dem Verlag, Krankenhaus

Auf dem Europäischen Gesundheitskongress hat unsere freie Redakteurin Sarah Rondot den renommierten Gesundheitsökonom Prof. Dr. Boris Augruzky für unseren Autoren-Podcast interviewt. Der Geschäftsführer der hcb GmbH, Vorstandsvorsitzender der Rhönstiftung und gesundheitspolitischer Sprecher des RWI ist einer der Hauptautoren des Krankenhausratingreports 2025. Dieser heißt im Jahr 2025 „Aufstieg aus dem Tal der Tränen“.

Augurzky erklärt im Gespräch, warum es trotz komplizierter Lage Hoffnung fürs Gesundheitssystem gibt. Gerade die schwierige wirtschaftliche Situation Deutschlands kann Motor für dringend nötige Veränderungen sein. Er geht auf die mögliche Sorge von Menschen ein, die durch die Zentralisierung eine schlechtere medizinische Versorgung fürchten und berichtet von seinen Erfahrungen als Teil der Krankenhauskommission unter Gesundheitsminister Karl Lauterbach.

 

Ausschnitt aus dem Podcast:

Sarah Rondot: Was gibt Ihnen denn aktuell Hoffnung im Gesundheitswesen?

Boris Augurzky: Man könnte zunächst mal meinen, viel Hoffnung braucht man nicht haben. Was die Lage aus Krankenhaussicht angeht, ist es schon relativ düster – aber auch aus Krankenkassensicht, denn auch sie haben kein Geld. Es ist also im Moment so, dass das Geld momentan überall fehlt und es ist auch nicht absehbar, dass sich das ändert. Insofern würde man nicht erwarten, dass wir da plötzlich von alleine eine Besserung erleben – wie früher, in den 10er Jahren hatten auch mal gute Jahre. Da gab es ein Auf und Ab und wenn es mal im Tal war, wusste man, es wird auch wieder besser.

Trotzdem bin ich optimistisch. Und zwar deswegen, weil wir generell in Deutschland auf eine so große Not wirtschaftlicher Art zulaufen und diese uns zwingen wird, Veränderungen vorzunehmen. Wir kommen da gar nicht drum herum, Veränderungen vorzunehmen, um die Sozialabgaben nicht ins unermessliche steigen zu lassen. Das bedeutet im Krankenhausbereich, dass auch die Bundesänder und natürlich die Krankenhäuser selbst sich verändern werden und mit diesen Veränderungsprozessen wird dann auch eine Verbesserung einhergehen. Das wird eine Weile dauern, aber wir werden auch wieder einen Aufwärtsschub erleben.

Jetzt mehr erfahren und den gesamten Podcast hier kostenlos anhören! 

 

Dieser Beitrag stammt aus dem medhochzwei Newsletter 18/2025. Abonnieren Sie hier kostenlos, um keine News aus der Branche mehr zu verpassen!

Anzeige
Anzeige