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Die Altersarmut in Deutschland nimmt seit Jahren spürbar zu. Während 2005 noch rund zwei Millionen Menschen über 65 Jahre auf Grundsicherung angewiesen waren, sind es 2024 bereits 3,4 Millionen. Damit gilt heute jede fünfte Person im Rentenalter als armutsgefährdet – vor knapp zwei Jahrzehnten war es noch jede neunte. Besonders betroffen sind Frauen: 21,4 Prozent von ihnen müssen mit weniger als 60 Prozent des mittleren Monatseinkommens von 1381 Euro auskommen. Bei Männern liegt der Anteil bei 17,8 Prozent.
Die Gründe hierfür sind komplex, doch vieles hat mit der Erwerbsbiografie zu tun. Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit, unterbrechen ihre Berufstätigkeit länger – etwa für Kinder oder die Pflege Angehöriger – und sind überdurchschnittlich in schlechter bezahlten Branchen vertreten. Der anhaltende Gender Pay Gap verschärft die Situation zusätzlich: Frauen verdienen im Durchschnitt weniger als Männer, was sich direkt auf die Höhe ihrer Rentenansprüche auswirkt. Diese strukturellen Nachteile ziehen sich durch das gesamte Erwerbsleben und münden im Alter in eine höhere Armutsgefährdung. Ohne gezielte Maßnahmen droht die Schere zwischen Männern und Frauen im Ruhestand weiter auseinanderzugehen.
Den vollständigen Artikel „Altersarmut – Relevanz der Berufstätigkeit von Frauen“ von Christina Lorenz (Verwaltungsjuristin a.D.) finden Sie im aktuellen Heft 4/2025 von ProAlter.
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Dieser Beitrag stammt aus dem ProAlter Newsletter 06-2025. Abonnieren Sie hier kostenlos, um keine News aus der Branche mehr zu verpassen!