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Der Public Health Index 2025 zeigt, dass Deutschland im europäischen Vergleich im Bereich Prävention weit hinten steht. Die AOK und das DKFZ sehen Handlungsbedarf und fordern eine strengere Regulierung von Tabak, Alkohol und Zucker sowie mehr Public-Health-Prävention.
Trotz der höchsten Pro-Kopf-Gesundheitsausgaben in der EU liegt die Lebenserwartung in Deutschland unter dem europäischen Durchschnitt. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit von zielgerichteter Prävention im Rahmen eines Gesundheitsmanagements, um die Ausgaben zu senken und das Gesundheitssystem zu entlasten. Dabei reden wir über die großen Treiber chronischer Erkrankungen – und über enorme volkswirtschaftliche Effekte, schreibt Dr. Sabine Richard, Geschäftsführerin Versorgung beim AOK Bundesverband in ihrem Bericht ihren Vortrag beim BMC-Kongress. Und weiter: „Eine aktuelle IGES Analyse zeigt eine dramatische Steigerung der Sozialabgaben auf bis zu 50 % bis 2035, wenn keine Reformen umgesetzt werden.
Der Tragfähigkeitsbericht der Bundesregierung beschreibe ein Szenario „gesundes Altern“ als eine Stellschraube zur Ausgabendämpfung. Wirksame Präventionspolitik muss dringend als ein Hebel zur zukünftigen Stabilisierung der Beitragssätze erkannt und entschlossen umgesetzt werden.“ Entscheidend dabei sei: „Viele der wirksamsten Public-Health-Maßnahmen kosten kein zusätzliches Geld. Sie erfordern vor allem politische Rahmenbedingungen, die es im Alltag leichter machen, gesund zu leben – viele europäische Länder setzen diese bereits um. Wichtig ist nun, dass wir uns nicht wieder in überflüssigen Strukturdebatten verlieren.“ Dem ist unsererseits nur zuzustimmen. Und Prävention ist nicht nice to have auf individueller Basis, sondern ein zentraler Hebel für die Zukunftsfähigkeit des Gesundheitssystems.
Weitere Informationen zum Public Health Index erhalten Sie hier.
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Mit einem Public-Health Index von 36,9 Punkt von 100 liegt Deutschland auf Rang 17 von 18 Staaten. Schlechter ist nur noch die Schweiz. |
Dieser Beitrag stammt aus dem Welt der Gesundheitsversorgung Newsletter 01-2026. Abonnieren Sie hier kostenlos, um keine News aus der Branche mehr zu verpassen!