Czwikla ist Professor für Versorgungsforschung an der Universität Würzburg

27.02.2026, Sven C. Preusker
Wissenschaft & Forschung, Versorgung

Prof. Dr. Jonas Czwikla hat seit Januar 2026 die Professur für Versorgungsforschung am Institut für Klinische Epidemiologie und Biometrie der Universität Würzburg inne. Der Wissenschaftler, der zuvor an den Universitäten in Bremen und Oldenburg forschte und lehrte, versteht sich als epidemiologisch ausgerichteter Versorgungsforscher.

Czwikla studierte er Public Health in Bremen. 2012 schloss er sein Bachelor-Studium ab, 2014 sein Master-Studium mit den Schwerpunkten Versorgungsforschung und Gesundheitssystem. 2020 erlangte er die Doktorwürde im Fach Public Health mit dem Prädikat „summa cum laude“. 2025 habilitierte er im Fach Epidemiologie und Public Health an der Universität Bremen. Czwikla war über zehn Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter im SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik tätig und arbeitete zeitgleich viele Jahre am Department für Versorgungsforschung der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Versorgungsforschung, Epidemiologie und Public Health, wobei er sich insbesondere mit der Analyse von Primärdaten und Routinedaten der Gesetzlichen Krankenversicherung sowie mit der Evaluation von Public-Health-Interventionen beschäftigt.

„Target Trial Emulation“ bei der Auswertung von Routinedaten

Ein wichtiger Baustein seiner Arbeit ist die Auswertung von Routinedaten. „Routinedaten der gesetzlichen Krankenversicherung sind größtenteils erst seit 2004 digital verfügbar und für die Forschung nutzbar“, so Czwikla. In seiner Doktorarbeit beschäftigte er sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der Evaluation von Krebsfrüherkennungsuntersuchungen anhand von Routinedaten der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland. In Bremen nutzte er solche Routinedaten zur Evaluation der Brustkrebssterblichkeit im deutschen Mammographie-Screening-Programm mittels „Target Trial Emulation“. Hierbei handelt es sich um ein innovatives Konzept, mit dem sich Beobachtungsstudien designen lassen, die trotz ihrer Limitationen der Qualität von randomisierten kontrollierten Studien nahekommen.

Dieser Beitrag stammt aus dem medhochzwei Newsletter 03/2026. Abonnieren Sie hier kostenlos, um keine News aus der Branche mehr zu verpassen!

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