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Forscher*innen haben eine bisher unbekannte Signalkaskade entdeckt, die bestimmt, wie stark unser angeborenes Immunsystem auf Virusinfektionen reagiert. Diese Entdeckung hat weitreichende Auswirkungen für die Behandlung von Entzündungskrankheiten, Krebs und Neurodegeneration (Veröffentlichung in 'Nature Cell Biology'). Sensoren des angeborenen Immunsystems – sogenannte Mustererkennungsrezeptoren (Pattern Recognition Receptors; PRRs) – erkennen spezifische molekulare Bestandteile von bakteriellen oder viralen Eindringlingen. Diese Rezeptoren leiten Signale weiter, die zur Produktion von Interferonen führen, welche anschließend die Immunzellen steuern. Der genaue Mechanismus der Signalweiterleitung blieb bislang allerdings ungeklärt.
In einer neuen Studie hat ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Eva Rieser und Professor Henning Walczak von der Universität zu Köln gezeigt, dass das Enzym ANKIB1 für den Prozess der angeborenen Immunsignalisierung entscheidend ist. Die Forschungsergebnisse lösen ein lange bestehendes Rätsel der angeborenen Immunität und eröffnen neue Perspektiven für die Entwicklung innovativer Therapien gegen verschiedene schwerwiegende Erkrankungen.
Dieser Beitrag stammt aus dem Welt der Gesundheitsversorgung Newsletter 02-2026. Abonnieren Sie hier kostenlos, um keine News aus der Branche mehr zu verpassen!