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Im Interview mit Rolf Stuppardt, Herausgeber der Zeitschrift „Welt der Gesundheitsversorgung“, spricht Claudia Ehmke, Mitgründerin des Unternehmens „Oska Health“, unter anderem über die Erfolgskriterien des Unternehmens, das sich mit der Aktivierung und Steuerung chronisch Nierenkranker beschäftigt.
Oska Health unterstützt die Patientinnen und Patienten über eine App, einen individuell angepassten Therapieplan und mit speziell geschulten Coaches. Ehmke betont, dass in der Evaluation zum Beispiel gemessen wird, wie stark die Zusammenarbeit der Coaches mit den Patientinnen und Patienten ist – je stärker die Verbindung sei, desto besser seien die Outcomes.
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Stuppardt: Oska Health hat in der hybriden Patientinnen- und Patientenversorgung gute Erfahrungen gemacht mit der Steuerung und Aktivierung chronisch Nierenkranker. Welche Kriterien sind für diesen Erfolg entscheidend, wie seid ihr da vorgegangen?
Ehmke: Da gibt es natürlich verschiedene Punkte. Der wichtigste Teil sind natürlich unsere Coaches. Die Coaches sind Gesundheitsberater- und Beraterinnen, die entweder aus der Pflege oder aus Ernährungsberatung kommen und von uns dann zusätzlich verhaltenswissenschaftlich geschult werden, damit sie auch wirklich die motivierende Gesprächsführung einsetzen können, um die Patienten mitzunehmen, im Alltag abzuholen und so Sachen zu verändern.
In diesem Punkt arbeiten wir auch mit der Uni Heidelberg zusammen, um die verhaltenswissenschaftliche Seite zu integrieren. Der zweite Punkt ist die Technik, die die Patienten, aber mehr noch unsere Coaches unterstützt, weil dort dann KI usw. zum Einsatz kommt, die ihnen aufwendige Arbeitsprozesse abnimmt.
Stuppardt: Was ist das für eine Technik?
Ehmke: Das ist eine App, die wir selbst entwickelt haben, eine React Native App und eine Webapp für die Coaches. Und da sitzt dann KI dahinter, die zum Beispiel Zusammenfassungen der Gespräche macht, die wichtigsten Themen herausstellt oder den Therapieplan für die jeweiligen Patienten im Blick behält. Multimorbiden Chronika sind ja sehr unterschiedlich, je nachdem mit welchen Themen die Patienten zu uns kommen. Wenn also zum Beispiel Diabetes oder Adipositas im Vordergrund steht, wird der Therapieplan persönlich auf diese Themen angepasst.
Dazu macht die KI Vorschläge und gibt Unterstützung. Das Wichtige ist aber, dass die Coaches die Pläne immer noch selbst steuern und auf die einzelnen Patientensituationen anpassen können. Davon lernt wiederum das System natürlich wieder, weil die Daten aufgenommen werden.
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