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Im Interview mit Rolf Stuppardt, Herausgeber der Zeitschrift „Welt der Gesundheitsversorgung“, spricht Marek Rydzewski, stellv. Vorstandsvorsitzender der AOK Nordost, über den Blick der Krankenkassen unter anderem auf die Themen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.
Digitale und innovative Versorgung müsse bei den Menschen ankommen, so Rydzewski – was die Menschen an digitalen Möglichkeiten in anderen Lebensbereichen erleben müsse auch ein Stück weit im Gesundheitswesen ankommen. Die Kassen seien einerseits auf eine sichere Finanzierung angewiesen, um neues umzusetzen, andererseits sei Mut erforderlich, das System an vielen Stellen neu zu denken und nicht nur digitale Modelle einer analogen Versorgungswelt überzustülpen.
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Stuppardt: Sie sind Referent im Panel 1 des 9. Heidelberger Forums Gesundheitsversorgung mit dem Themenschwerpunkt „Gesundheitsversorgung ist innovativ & digital“. Welche Innovation ist für Sie gerade einer der größte Hoffnungsträger, um die Gesundheitsversorgung wirklich zu verbessern?
Rydzewski: Für mich gibt es nicht die eine Innovation, die ich als den größten Hoffnungsträger bezeichnen würde. Wenn wir davon sprechen, dass Gesundheitsversorgung innovativ und digital sein soll, dann ist der entscheidende Schlüssel die Vernetzung, das Zusammenspiel aller Beteiligten im Gesundheitswesen. Hier müssen wir besser werden und ein gemeinsames Verständnis entwickeln, wie wir die Versorgung für die Menschen schneller, gezielter und effizienter gestalten. Innovative Ideen haben wir genug, wir brauchen ein stabiles System, in dem alle Partner zusammenarbeiten. Nur so kann Versorgung gelingen
Stuppardt: Wie können Ihrer Meinung nach interdisziplinäre Prozesse dazu beitragen das deutsche Gesundheitssystem innovativer und digitaler zu gestalten? Haben Sie für einen solchen Prozess ein Beispiel?
Rydzewski: Nehmen wir die elektronische Patientenakte. Die ePA bietet uns die Möglichkeit, Gesundheitsversorgung schneller und effizienter zu gestalten. Daten sind schnell abrufbar, unnötige Behandlungen oder Medikationen können verhindert werden. Aber zu oft erleben wir hier immer noch ein Gegeneinander und nicht das Miteinander, das wir brauchen, um die Potenziale, die uns die ePA bietet, auch wirklich auszuschöpfen.
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