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Am medhochzwei Stand auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2026 wurde diskutiert, wie ein besseres Gesundheitssystem in Pflege, Krankenhaus und auf Führungsebene möglich wird.
Die Bücher sind wieder eingepackt und wir blicken auf drei Kongresstage auf dem HSK voller spannender und konstruktiver Gespräche an unserem Gemeinschaftsstand mit Curacon zurück.
Der Pflegetalk auf dem HSK am Stand von medhochzwei, mittlerweile schon eine kleine Tradition, versammelte am Dienstag, 23.06.2026, zahlreiche Interessenten um den Stand. Elisabeth Fix, Leiterin der Kontaktstelle Politik im deutschen Caritasverband und Andreas Storm, Vorsitzender des Vorstands DAK-Gesundheit, gingen gemeinsam auf den neu erschienen Pflegereport ein und diskutierten die Frage: „Wie können wir eine systematisch gute Pflege erreichen?“ Moderator des Talks, Prof. Dr. Thomas Klie, folgerte: „Manche Punkte der gesetzlichen Vorhaben sind gut, aber wir brauchen eine Perspektive für nach dem Tunnel.“
Genauso lebhaft wurde es beim diesjährigen medhochzwei Krankenhaustalk am Mittwoch, dem 24.06.2026. Im Mittelpunkt stand die Frage: „Sichern nur Kooperationen die Existenz?“
Moderiert von Sven Preusker, Redakteur der KTM Krankenhaus Technik + Management, diskutierten Jessica Koch, Klinikleiterin Klinikum Traunstein, Roland Engehausen, Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, Prof. Dr. Bernd Halbe, Fachanwalt für Medizinrecht, Prof. Dr. Sandro Krieg, ärztlicher Direktor der Neurochirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Heidelberg, sowie Prof. Dr. Philipp Walther, Studiengangsleiter Management im Gesundheitswesen an der Hochschule Fresenius, über die Vor- und Nachteile von Kooperationen sowie über notwendige Rahmenbedingungen.
„Ich glaube nirgendwo wird so schlecht geführt, wie im Gesundheitssystem. Mit diesem provokanten Satz stieg Moderator und langjähriger Experte für das Gesundheitssystem Heinz Lohmann in die Vorstellung des Buchs „Der Luxus schlechter Führung“ ein. Philipp Andresen, Organisationspsychologe (TU Braunschweig) und Gründer des Instituts für Unternehmensgesundheit in Berlin, sowie Dr. Benedict Carstensen, promovierter Facharzt für Innere Medizin, stellten ihr Buch in einem Führungs-Talk mit New Work Experte Peter Herzau, Sabrina Roßius, Geschäftsführerin Pflegezert und Prof. em. Günther Jonitz, Professor Medical School Berlin und ehemaliger Vorstand der Bundesärztekammer, vor. Fazit: Gute Führung ist nicht nice-to-have, sondern sollte das Grundgerüst eines jeden Krankenhauses sein!
Am letzten Kongresstag wartete noch ein Highlight: Die Vorstellung des Krankenhaus Rating Report 2026, der von Dr. Boris Augurzky, Dr. Sebastian Krolop und Dr. Adam Pilny der Öffentlichkeit vorgestellt wurde: „Es ist bei der wirtschaftlichen Lage von Krankenhäusern nicht mehr 5 vor 12, es ist schon längst nach 12. Also müssen jetzt etwas tun,“ betonte Prof. Dr. Boris Augurzky.
Der jährlich erscheinende Report befasst sich mit der wirtschaftlichen Lage der Krankenhäuser und gibt einen Einblick auf die kommenden Jahre. Als Grundlage für die diesjährige Ausgabe dienen rund 500 Jahresabschlüsse von etwa 900 Krankenhäusern. Ein Highlight: Die aktuellen Jahresabschlüsse aus dem Jahr 2025, die von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Solidaris bereitgestellt wurden.
Ergänzt wurde die Vorstellung des Reports durch eine anschließende Podiumsdiskussion mit Dr. Anke Schlieker, Verband der privaten Krankenversicherungen e. V., Andreas Storm, DAK-Gesundheit und Robert Möller, Helios Kliniken GmbH, die ihre Perspektiven und Einschätzungen zur aktuellen Lage der Krankenhäuser mit einbrachten. Krolop ermutigte außerdem, sich von dem Gedanken der schnellen Erreichbarkeit von Krankenhäusern ein Stück weit zu verabschieden: „Wenn wir krank sind, geht es natürlich darum, schnell im Krankenhaus zu sein. Aber wir wollen als Patient nicht in das nächste, sondern in das beste Krankenhaus für unseren spezifischen Fall."
Neben fachlichen Gesprächen durfte natürlich auch der persönliche Austausch nicht fehlen. Beim medhochzwei Verlagsempfang wurden am lauen Sommerabend in der Rotisserie Weingrün in bester Atmosphäre Flammlachs und Weine aus der Pfalz genossen. Wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr.