Modellregionen in Bayern starten mit elektronischer Verordnung nahezu aller Hilfsmittel

30.07.2026, Rolf Stuppardt
Versorgung, Krankenversicherung


 

In den Modellregionen München und Ingolstadt startet die elektronische Verordnung für nahezu alle Hilfsmittel. Sieben Krankenkassen testen gemeinsam mit den bayerischen Arztnetzen GMZ und GO-In, wie sich die Hilfsmittelverordnungen durchgängig digital gestalten lassen – von der ärztlichen Verordnung bis zur Einlösung beim Hilfsmittelanbieter.

Das Projekt könnte damit den Weg für einen bundesweiten Standard in einem Versorgungsbereich ebnen, in dem allein die beteiligten Kassen AOK Bayern, BARMER, BIG direkt gesund, DAK-Gesundheit, HEK – Hanseatische Krankenkasse, IKK classic und Techniker Krankenkasse zuletzt rund 33 Millionen Papierverordnungen pro Jahr registrierten.

Häufige Rückfragen wie bei der Papierverordnung aufgrund fehlerhafter oder unvollständiger Angaben entfallen: Bei der eVerordnung helfen automatische Prüflogiken, Fehler zu vermeiden und alle erforderlichen Angaben vollständig einzutragen. So ersparen sich Arztpraxen, Hilfsmittelanbieter und Krankenkassen viele unnötige Rückfragen und Telefonate. Versicherte, die am Projekt teilnehmen, erhalten die eVerordnung für ihr Hilfsmittel nach der Verschreibung in der Arztpraxis direkt auf ihr Smartphone.

Dazu brauchen sie eine entsprechende App ihrer Krankenkasse. Über die App können Versicherte ihre Verordnung digital an Sanitätshäuser oder andere Hilfsmittelanbieter übermitteln, die am Projekt teilnehmen. An der persönlichen Beratung rund um das Hilfsmittel, der Anpassung und der Abgabe vor Ort ändert sich nichts – diese sind weiterhin fester Bestandteil der Hilfsmittelversorgung.

 

Dieser Beitrag stammt aus dem Welt der Gesundheitsversorgung Newsletter 04-2026. Abonnieren Sie hier kostenlos, um keine News aus der Branche mehr zu verpassen!

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