GKV-BStabG und Transformationsfonds: Krankenhäuser vor strategischen Weichenstellungen

11.08.2026, medhochzwei Verlag
Aktuelles aus dem Verlag, Krankenhaus, Politik & Wirtschaft


 

Die Krankenhauslandschaft steht vor einem tiefgreifenden Umbau – und für Klinikleitungen werden die finanziellen und strategischen Spielräume immer enger. Zwei Themen, die dabei in den kommenden Jahren besonders entscheidend sein dürften, sind das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz und der Krankenhaustransformationsfonds.

Zwei neue Beiträge im 189. Update des Management Handbuch Krankenhaus (MHK) nehmen diese beiden Themen näher in den Blick und zeigen, welche Herausforderungen auf die Krankenhäuser zukommen, welche Chancen sich eröffnen und wo das Management jetzt aktiv werden sollte.

GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz: Was jetzt auf Krankenhäuser zukommt

Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG) treten ab 2027 weitreichende Änderungen für Krankenhäuser in Kraft. Deckelungen bei Erlösen, Einschränkungen beim Pflegebudget, verschärfte MD-Prüfungen und neue Vergütungsregelungen erhöhen den wirtschaftlichen Druck auf die Häuser erheblich. Gleichzeitig müssen sie die Anforderungen der Krankenhausreform bewältigen.

Robert Orsag, Senior Manager, und Tobias Borges, Senior Berater bei der Curacon GmbH, analysieren im Beitrag „GKV-BStabG: Vom Spardiktat zur Steuerungsaufgabe“ die Auswirkungen des Gesetzes auf die wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser und zeigen auf, welche strategischen Maßnahmen Krankenhausleitungen jetzt ergreifen sollten: „Angesichts der kurzfristigen Vorlaufszeit zwischen Beschluss und Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Januar 2027 ist es für Krankenhäuser zentral, die wirtschaftlichen Auswirkungen jetzt zu analysieren und kurzfristig anzugehen […]“. Der Beitrag liefert praxisnahe Handlungsempfehlungen – von der Liquiditätsplanung über Szenarioanalysen bis hin zu wirksamen Instrumenten der Krisenfrüherkennung.

Krankenhaustransformationsfonds: 50 Milliarden Euro – aber nur für die, die vorbereitet sind

Der Krankenhaustransformationsfonds (KHTF) ist mit einem Fördervolumen von bis zu 50 Milliarden Euro das größte Investitionsprogramm in der Geschichte der deutschen Krankenhausversorgung. Doch Fördermittel gibt es nicht für den Erhalt bestehender Strukturen, sondern ausschließlich für echte Transformation. Wer die Förderlogik nicht kennt oder zu spät handelt, riskiert, wertvolle Chancen zu verpassen.

Prof. Astrid Weyerbrock, Senior Managerin, und Katharina Büker, Beraterin bei der Curacon GmbH, erläutern, welche Projekte tatsächlich förderfähig sind, warum die Jahre bis 2029 von besonderer Bedeutung sind und welche strategischen Weichen Krankenhausträger bereits heute stellen sollten. Der Beitrag zeigt, wie sich Fördermittel erfolgreich erschließen lassen und welche Fallstricke es im Antragsverfahren zu vermeiden gilt.

 

Management Handbuch Krankenaus – Online

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