GKV-Beitrags- und Fusionsfront 2017

09.01.2017, Welt der Krankenversicherung


Ab Jahresbeginn haben insgesamt 18 gesetzliche Krankenkassen ihren Zusatzbeitrag erhöht. Davon sind mehr als 3,35 Millionen Mitglieder betroffen. Auch wenn der offizielle Durchschnittssatz stabil bei 1,1 Prozent bleibt, klettert der Zusatzbeitrag mitunter empfindlich um bis zu einem halben Prozent. Die 18 Kassen mussten ihren Beitrag aufgrund von Haushaltslücken erhöhen. Weitere vier Krankenkassen vermeiden mögliche Beitragsanhebungen durch Fusion mit anderen Krankenkassen. Im Ergebnis kann das auch zu sinkenden Beiträgen führen, so z. B. bei der BKK Braun-Gillette, deren Mitglieder in der neuen Kasse pronova BKK ab Januar deutlich günstiger versichert sind. Kostenbedingt liegt erstmals der maximal zu zahlende GKV-Beitrag über 700 Euro. Die Spanne zwischen der günstigsten und der teuersten Kasse beträgt im ersten Quartal 2017 rund 1,5 Prozent. Das entspricht einem maximalen Beitragsunterschied von jährlich 783 Euro.
Zugleich hat sich an der Fusionsfront Folgendes getan: Zum Jahreswechsel hat sich die Gesamtzahl der Krankenkassen von 118 auf 114 verringert. Die Deutsche BKK (rd. 1,09 Millionen Versicherte) schloss sich mit der bisherigen Barmer GEK (rd. 8,4 Millionen Versicherte) zur neuen BARMER zusammen. Die BKK Braun-Gillette (rd. 16.600 Versicherte) ging in der pronova BKK (rd. 662.000 Versicherte) auf, die Vereinigte BKK (rd. 38.000 Versicherte) wurde Teil der BKK VBU (rd. 464.000 Versicherte). Zudem schlossen sich die E.ON BKK (rd. 10.000 Versicherte) und die energie-BKK (rd. 87.500 Versicherte) zur neuen "energie-BKK" zusammen.

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