WOKwissen-Fachkonferenz „Zukunft der Notfallversorgung“ am 4. April 2017 in Berlin

22.02.2017,

Stichtag 1. April 2017: Abklärungspauschale für Kliniken führt zu Diskussionen. Verärgert, das ist wohl die richtige Beschreibung vieler Notaufnahmeleiter in diesen Tagen. Die zum 1. April 2017 neu eingeführte Abklärungspauschale in Höhe von 4,74 Euro führt zu heftigen Diskussionen. Dabei handelt es sich um ein zweiminütiges Arztgespräch mit dem Ziel, die Weiterversorgung dem ambulanten Sektor zuzuordnen. Krankenhäuser werden derzeit ökonomisch dafür bestraft, wenn sich nach einer Abklärung lediglich ein ambulanter Behandlungsbedarf herausstellt. Auch problematisch dabei – die Haftung liegt beim Krankenhaus, wenn der Arzt nach zwei Minuten reiner Inaugenscheinnahme und (Kurz-)Anamnese eine Fehleinschätzung vornimmt, durch die ein Patient Schaden nimmt.
Ebenfalls zu Unstimmigkeiten führt auch die Nachforderung von Einweisungsscheinen nach erfolgter Behandlung im Krankenhaus und das Streichen aller ambulanten Leistungen bei Patienten, die mit dem Rettungsdienst in die Zentrale Notaufnahme gelangen.
Es ist offensichtlich – das Thema Notfallversorgung wird die nächste Regierungskoalition beschäftigen.
Das ursprünglich bis zum 31. Dezember 2016 vom G-BA fertigzustellende Konzept über ein gestuftes System von Notfallstrukturen in Krankenhäusern einschließlich einer Stufe für die Nichtteilnahme an der Notfallversorgung ist nun um ein Jahr verschoben worden. Aber die Diskussionen gehen weiter. Im Fokus sind dabei unterschiedliche Modelle von Portal- und Notfallpraxen.
Auf dieser WOKwissen-Fachkonferenz berichten wir über den aktuellen Stand in der politischen Diskussion und über Lösungswege. Vertreter der KBV, der Kassen und der Kliniken stehen für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.
Es ist viel Zeit für Ihre Fragen eingeplant.
Nähere Informationen und die Anmeldung finden Sie unter: www.wokwissen.de

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