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Disziplinenübergreifender Einsatz von Case Management

22.02.2017, medhochzwei
Autorenkommentare

Es gibt das Konzept Case Management nun schon lange; seine Anwendung erfolgt aber im Wandel der Probleme im Sozial-und Gesundheitswesen so flexibel wie uneinheitlich und muss immer wieder neu besehen und neu bedacht werden. Als Programm und Handlungsstrategie bleibt das Case Management "in der Entwicklung", weil sich die sozialen und gesundheitlichen Lebenssituationen verändern und weil die für sie zuständigen Dienste und Einrichtungen sich mit ihren Verfahren und in ihrer Organisation anpassen. Zu reagieren ist zum einen auf Novellierungen im Sozialleistungsrecht, insbesondere in der Pflege und in der Rehabilitation, zum anderen auf Herausforderungen wie in der Eingliederung von Flüchtlingen und zur Arbeitsmarktintegration. Um Hilfe- und Versorgungsprozesse zu optimieren, werden Sektor- und Fachgrenzen überschritten. Das Case Management hat den Vorteil, dass es unspezifisch und über die Domänen von Disziplinen hinweg erfolgen kann. Sein Programm ist auf Integration und auf Komplexleistungen eingerichtet. Wie es um seine Implementation steht und welche Schwierigkeiten dabei zu überwinden sind, thematisiert die Reihe der Beiträge in dem neu aufgelegten Band. Berichtet wird vom "Stand der Kunst" in den Anwendungen des Verfahrens und angehalten wird zur weiteren Diskussion der Entwicklungen, die im Case Management und um es herum stattfinden.

Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt, Dipl.-Psych., Case Manager (DGCC), lehrt in Stuttgart und Tübingen und ist im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC). Prof. Dr. Peter Löcherbach, Case Manager (DGCC), lehrt Sozialarbeitswissenschaft an der Kath. Hochschule Mainz und ist Vorsitzender der DGCC. Die 3. Auflage ihres Standardwerkes „Case Management in der Entwicklung - Stand und Perspektiven in der Praxis“ erscheint Ende Februar 2017.

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