Zweiter Engagementbericht übergeben

13.04.2017, Sven C. Preusker
Köpfe

Der zweite Engagementbericht der Bundesregierung mit dem Schwerpunktthema „Demografischer Wandel und bürgerschaftliches Engagement: Der Beitrag des Engagements zur lokalen Entwicklung“ liegt vor. Der rund 600 Seiten umfassende Bericht wurde von einer zehnköpfigen Sachverständigenkommission unter der Leitung von medhochzwei-Autor Prof. Dr. Thomas Klie verfasst. Er enthält sämtliche empirische Befunde, Daten und Trends und greift zugleich zentrale gesellschaftliche Debatten auf. Entstanden ist dabei ein differenziertes Bild des vielfältigen Engagements in Deutschland. Von der Kommission wird bestätigt, dass die Bereitschaft zum freiwilligen Engagement generell zunimmt. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig betonte anlässlich des Beschlusses der Stellungnahme der Bundesregierung zum Zweiten Engagementbericht: „Demokratie lebt vom Mitmachen, nicht vom Zuschauen. Ich freue mich, dass sich in unserem Land mehr als 30 Millionen Menschen freiwillig engagieren. Sie bringen ihre Zeit ein, um anderen zu helfen, um mit anzupacken und unsere Gesellschaft mit zu gestalten. Sie sind der Motor, der unsere Demokratie am Laufen hält. Der zweite Engagementbericht zeigt, wie stark die Kräfte sind, die unser Land zusammenhalten, und dass sie auch in Zukunft unverzichtbar sein werden. Wir sehen uns durch den Bericht in unserer Engagementpolitik bestärkt. Künftig wollen wir die Menschen, die ihre Zeit einbringen und sich für andere stark machen, noch besser unterstützen. Denn bürgerschaftliches Engagement ist die Basis für eine lebendige und innovative Gesellschaft.“
Hinsichtlich des Schwerpunkt-Themas „Demografischer Wandel und bürgerschaftliches Engagement: Der Beitrag des Engagements zur lokalen Entwicklung“ liefert der Bericht Informationen über die Strukturmerkmale von Regionen und formuliert die unterschiedlichen Herausforderungen auch für die Engagementpolitik: So wirkt sich demografischer Wandel im ländlichen Nord-Vorpommern ganz anders aus als in Oberbayern oder in Großstädten. Entsprechend differenziert sind die Handlungsnotwendigkeiten bei Themen wie z. B. Mobilität, Katastrophenschutz, Pflege und Sorge zu betrachten – und damit auch die Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement.
Die Bundesregierung teilt die Auffassung der Kommission, dass Bildung als Voraussetzung und als Folge von freiwilligem Engagement verstanden werden sollte. Etwa 100.000 Menschen engagieren sich inzwischen in den verschiedenen gesetzlich geregelten Freiwilligendiensten, die als Lern- und Orientierungsdienste der Förderung der Bildungsfähigkeit und des lebenslangen Lernens verpflichtet sind.
Die Kommission empfiehlt den demografischen Wandel als sozialen Wandel proaktiv zu gestalten und bürgerschaftliches Engagement miteinzubeziehen. Mit dem Modellprogramm „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ beispielsweise wurde bereits ein bundesweites Hilfe-Netzwerk auf kommunaler Ebene entwickelt, das weitestgehend auf ehrenamtlichen Strukturen aufgebaut ist bzw. den Einsatz von Ehrenamtlichen vorsieht.
Die zentralen Ergebnisse des zweiten Engagementberichts stehen auf der Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum Download zur Verfügung: www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/zentrale-ergebnisse---zweiter-engagementbericht-2016/115606

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