Arztkosten und andere außergewöhnliche Belastungen steuerlich besser absetzbar

13.04.2017, Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung
Politik & Wirtschaft

Außergewöhnliche Belastungen sind steuermindernd absetzbar. Das sind Aufwendungen, die zwangsläufig entstehen und denen man sich aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann. Insbesondere zählen zu den allgemeinen außergewöhnlichen Belastungen Kosten für ärztliche Behandlungen sowie für Arznei-, Heil- und Hilfsmittel, die ärztlich verordnet sind. Auch Pflegekosten und Kosten der Heimunterbringung fallen darunter, wenn sie krankheitsbedingt sind. Bislang ist dabei eine zumutbare Belastung in drei Einkommensstufen von eins bis sieben Prozent ermittelt worden. Dies wurde von den Finanzämtern so interpretiert, dass nur eine der Stufen zur Ermittlung der zumutbaren Belastung maßgeblich war. Der Bundesfinanzhof sieht das anders und urteilte jetzt, dass alle diese drei Stufen jeweils hintereinander zu berücksichtigen sind. Dies führt nunmehr im Falle eines Einkommens, dass über die Grenze der ersten Stufe hinausgeht (15.340 Euro) zu einer höheren Steuerentlastung. Nähere Informationen  mit Beispielrechnungen unter www.stbverband.de

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