Mehr Gehalt für Ärzte in Unikliniken

13.04.2017, Sven C. Preusker
Politik & Wirtschaft

KMi (scp) – In der zweiten Runde ihrer Tarifverhandlungen haben sich der Marburger Bund (MB) und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auf einen neuen Tarifabschluss für die mehr als 20.000 Ärztinnen und Ärzte in den 20 Universitätskliniken des TdL-Tarifbereichs geeinigt.  Die Gehälter der Ärzte steigen in drei Schritten um insgesamt fünf Prozent: rückwirkend zum 1. April 2017 um zwei Prozent, nach zehn Monaten zum 1. Februar 2018 um weitere zwei Prozent und zum 1. Dezember 2018 um zusätzlich ein Prozent. Weiterer Bestandteil der Einigung ist eine Angleichung der Abgeltung der Überstunden an die Regelungen für die übrigen Beschäftigten im Bereich der TdL. Die Einsatzzuschläge für Rettungsdienste steigen prozentual im Gleichklang mit den Gehältern. Insgesamt liegt das Ergebnis auf dem Niveau des Abschlusses vom 17. Februar 2017 für die übrigen Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder.Der neue Tarifabschluss hat eine Gesamtlaufzeit von 30 Monaten bis Ende September 2019. 
Ein weiterer Schwerpunkt der Verhandlungen sei die Forderung nach einer Aufhebung der Begrenzung der Berechnungsgrundlage für geleistete Überstunden gewesen, heißt es von Seiten des MB. Bislang sei für die Bezahlung der einzelnen Überstunde (nicht des Zuschlages) das individuelle Stundenentgelt bis zur Grenze der Stufe 2 der jeweiligen Entgeltgruppe berücksichtigt worden. In den Verhandlungen sei es nun gelungen, durch die Anhebung auf die maximale Stufe 4 der jeweiligen Entgeltgruppe diese Begrenzung deutlich zu entschärfen, so dass ab 1. Februar 2018 die Berufserfahrung auch bei den Überstunden stärker berücksichtigt werde, so der MB.

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