eHealth.nrw Fachkongress in Essen

02.10.2017, Dr. Monika Sinha, Welt der Krankenversicherung
Krankenversicherung, Digital Health, Heilberufe

Auf dem diesjährigen eHealth.nrw Fachkongress, der in bewährter Form vom Zentrum für Telematik und Telemedizin ausgerichtet wurde, erhielten über 250 Teilnehmer im Haus der Technik in Essen einen exzellenten Überblick über den aktuellen Stand und die breiten Vernetzungs- und Anwendungsmöglichkeiten der gesicherten Telematikinfrastruktur (TI). Dabei wurde den verschiedenen Blickwinkeln der Hauptakteure eines digitalen Gesundheitswesens in Deutschland Rechnung getragen. Namhafte Gäste aus Politik, Forschung, Verbänden, der Industrie, Vertreter der Ärzte-, Apothekerschaft, von Krankenhäusern und Kostenträgern, von weiteren Gesundheitsberufen und von Verbraucherverbänden nahmen in moderierten Diskussionsrunden Stellung zum aktuellen Stand der TI, zur schrittweisen Anbindung - zunächst -der Arztpraxen, zur Integration des eMedikationsplanes und der eNotfalldaten sowie zur perspektivischen sektorenübergreifenden Vernetzung. Dabei ist die Einbindung des elektronischen Patientenfaches und der elektronischen Patientenakte, ausgestattet mit zukunftsfähigen Mehrwertanwendungen, unverzichtbar: dies hoben die Experten der Verbraucherverbände, der Krankenkassen, des Bundesgesundheitsministeriums ebenso hervor wie jene der Ärztekammer Westfalen-Lippe, der BÄK und weiterer Gesundheitsinstitutionen. Mathias Redders, NRW-Gesundheitsministerium, unterstrich, dass NRW die Weiterentwicklung der elektronischen Patientenakte unterstützt, indem konsequent der Beschluss der letzten Gesundheitsministerkonferenz umgesetzt wird. Dabei gelte es auch, internationale Standards der Interoperabilität und der Semantik zu beachten. Die begleitende Poster-Ausstellung zu Forschungsprojekten des Leitmarkt-Wettbewerbs NRW zur Versorgungsverbesserung durch digitale Anwendungen rundeten den eHealth.nrw Fachkongress 2017 in seiner engagierten Tradition auf dem Weg in ein digitales Gesundheitswesen ab.

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