Medizinklimaindex: Ärzte sehen wirtschaftliche Lage und Aussichten optimistischer

25.10.2017, Sven C. Preusker
Politik & Wirtschaft, Heilberufe, Psychotherapie

Ärzte, Zahnärzte und Psychologische Psychotherapeuten in Deutschland beurteilen ihre wirtschaftliche Lage und Zukunft optimistischer denn je. Das ist das Ergebnis des Medizinklimaindex (MKI) für Herbst 2017. Mit einem Gesamtwert von +7,4 liegt der auf dem bislang höchsten gemessenen Stand seit Beginn der Ermittlung des MKI im Jahr 2006. Der Index wird halbjährlich von der Gesellschaft für Gesundheitsmarktanalyse im Auftrag der Stiftung Gesundheit erhoben. Zum zweiten Mal in der Geschichte des MKI liegen auch sämtliche Einzel-Indizes der befragten Fachgruppen im positiven Bereich: Der Index für Hausärzte stieg von +6,3 auf +12,6, bei den Zahnärzten von +5,6 auf +8,4. Deutlich zulegen konnten auch die Fachärzte: Während ihr Index noch im Frühjahr bei -7,2 lag, erreicht er nun einen Wert von +6,6. 
Die größte Verbesserung zeigt sich jedoch bei den Psychologischen Psychotherapeuten: 21,3 Prozent bezeichnen ihre aktuelle wirtschaftliche Lage laut der Erhebung als gut (Frühjahr 2017: 13,5 Prozent), 63,9 Prozent als befriedigend, und 15,8 Prozent stufen die aktuelle Lage als schlecht ein (Frühjahr 2017: 24,3 Prozent). Auch die Erwartungshaltung für die kommenden sechs Monate ist deutlich optimistischer geworden: 8,2 Prozent der Psychologischen Psychotherapeuten sind der Meinung, dass sich ihre wirtschaftliche Lage in den kommenden sechs Monaten verbessern wird (Frühjahr 2017: 2,7 Prozent). 80,3 Prozent erwarten keine Veränderung der Situation. Nur noch 11,5 Prozent sehen die kommenden Monate ungünstiger (Frühjahr 2017: 29,7 Prozent). Ihr Index konnte sich damit um mehr als 20 Punkte verbessern und liegt nun erstmals seit zweieinhalb Jahren wieder im positiven Bereich (+1,6).
Mit dem aktuellen Ergebnis ist zudem der seit 2014 zu beobachtende Trend gebrochen, dass der Herbst-MKI tendenziell schlechtere Ergebnisse aufweist als der jeweilige Frühjahrs-MKI. Medizinklimaindex im zeitlichen Verlauf - Abb: Stiftung Gesundheit/GGMA 2017

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