Neues Versorgungskonzept gegen Parodontitis von KZBV, BZÄK und Deutscher Gesellschaft für Parodontologie verabschiedet

17.11.2017, Dr. Monika Sinha, Welt der Krankenversicherung
Krankenversicherung, Heilberufe

Das neue auf wissenschaftlichen international anerkannten Studienergebnissen beruhende Behandlungskonzept gegen Parodontitis ist auf dem Deutschen Zahnärztetag nach mehrjährigen Vorarbeiten der KZBV, der BZÄK und der DG für Parodontologie vorgestellt worden. Behandlungsbedürftige Parodontopathien haben in den letzten Jahren unter jungen Erwachsenen stark zugenommen. Aber auch aufgrund des demografischen Wandels mit Verlagerung chronischer Munderkrankungen in das höhere Lebensalter ist mit einem steigenden Behandlungsbedarf bei älteren Personen zu rechnen. Mit dem neuen Versorgungsansatz wird die sprechende Zahnmedizin gestärkt: Die Aufklärung der Patient*innen über ihre parodontale Gesundheit und die Bedeutung der Vorsorge. Damit wird die Eigenverantwortung des Patienten gestärkt. Die Mitarbeit seitens des Patienten wird durch ein Bonussystem gezielt gefördert. Die neue Leistung „Ärztliches Gespräch“ dient zur individuellen und umfassenden Aufklärung der Patienten. Ein besonderes Augenmerk wird auf die regelmäßige wiederkehrende Evaluierung im Sinne der Qualitätssicherung gelegt.

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