DBfK tritt mit vier eigenen Listen zur Pflegeberufekammer-Wahl in Schleswig-Holstein an

28.02.2018, Sven C. Preusker
Politik & Wirtschaft, Pflege

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest schickt bei den Wahlen zur ersten Kammerversammlung der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein insgesamt 39 Kandidatinnen und Kandidaten ins Rennen. Verteilt auf vier Listen stellen sich engagierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger sowie Altenpflegerinnen und Altenpfleger in zwei Wahlkreisen vom 1. März bis 3. April 2018 zur Wahl. „Wir wollen uns als größter Generalistenverband für beruflich Pflegende aktiv in der Pflegeberufekammer engagieren und Verantwortung übernehmen“, erklärt Swantje Seismann, Vorstandsmitglied des DBfK Nordwest. „Die Kammer ist nicht nur für die Menschen, die wir pflegen unerlässlich, sondern eben auch für uns beruflich Pflegende und unseren Berufsstand“, so Seismann weiter.
Die Kandidatinnen und Kandidaten der DBfK Listen haben sich auf ein gemeinsames Wahlprogramm verständigt. „Uns ist wichtig, dass unsere Kolleginnen und Kollegen wissen, welche Schwerpunkte wir in der Kammer setzen werden“ erklärt Patricia Drube, Kandidatin der DBfK Liste, Altenpflegerin und Referentin für Langzeitpflege im DBfK Nordwest. Neben einem fairen und für alle Kammermitglieder bezahlbaren Kammerbeitrag wollen sich die Mitglieder der DBfK-Wahllisten dafür einsetzen, dass die inhaltliche Arbeit der Kammer direkten Einfluss auf die Arbeitsbedingungen der beruflich Pflegenden hat.
„Wir müssen vor allem die Kammer als wichtiges und mächtiges Instrument begreifen und nutzen, um Druck auf die Akteure im Gesundheitssystem aufzubauen, die seit Jahrzehnten der Entwicklung eines professionellen Berufsbildes im Weg stehen und verhindern, dass hilfebedürftige Menschen die pflegerische Versorgung bekommen, die ihnen zusteht“, fasst Drube zusammen. Dazu gehört unter anderem auch die Festlegung einer Berufsordnung auf der Basis des Ethik-Kodex des Weltbundes der Pflegenden (International Council of Nurses), eine vernünftige Regelung der Fort- und Weiterbildung sowie eine geregelte interdisziplinäre Aufgabenverteilung, die der pflegerischen Versorgungs-Realität entspricht.
Die Kandidatinnen und Kandidaten der DBfK-Listen stehen auch für Solidarität innerhalb der Berufsgruppe. „Nur durch den Zusammenhalt aller Kolleginnen und Kollegen und die Zusammenarbeit von Kammer, Verbänden und Gewerkschaften werden wir zukünftig nachhaltige Lösungen für die pflegerische Versorgung finden“, ist sich Seismann sicher.

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