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Neueste AOK Studie „Familiengesundheit 2018“ zu körperlicher Aktivität, Übergewicht und kommunalen Angeboten vorgelegt

05.07.2018, Dr. Monika Sinha, Welt der Krankenversicherung
Krankenversicherung, Heilberufe

Für jede dritte Familie in Deutschland ist körperliche Aktivität in der Freizeit nicht von Bedeutung. Als Grund wird zeitlicher Stress genannt, am zweithäufigsten finanzielle Gründe oder psychische Belastungen. Das sind die Kernergebnisse der neuesten Familienstudie, die vom AOK Bundesverband beauftragt und vom IGES Institut durchgeführt wurde. Im Mittelpunkt stand die Frage: Welchen Einfluss hat die kommunale Infrastruktur auf die Bewegungsfreudigkeit von Familien? Rund 45 Prozent der rund 5.000 befragten Eltern bewegen sich täglich mit ihren Kindern, regional durchaus unterschiedlich: in Sachsen sind es 41 Prozent, in Thüringen 39 Prozent beispielsweise. Während Kinder in einem bewegungsfreundlichen Umfeld (nach Einschätzung ihrer Eltern) sich durchschnittlich an 3,8 Tagen pro Woche bewegen, sind es bei Kindern in einem nicht bewegungsfreundlichen Umfeld (nach Einschätzung ihrer Eltern) 3,0 Tage pro Woche. Es fällt besonders auf, dass in Familien mit übergewichtigen Eltern (36 Prozent der Befragten) oder adipösen Eltern (22 Prozent der Befragten) die regelmäßige körperliche Bewegung eher von untergeordneter Bedeutung ist. Hier verfolgen die regionalen AOKen die Strategie, partnerschaftlich kluge kommunale Konzepte weiterzuentwickeln, betont Heike Kotte, Bereichsleiter Gesundheitsförderung bei der AOK PLUS. So gelte es, das Lebensumfeld der Menschen gemeinsam mit interessierten Kommunen gesundheitsförderlich zu gestalten, zu einer gesunden Lebensweise zu motivieren und mit Trägern und Einrichtungen den Gesundheitsförderungsprozess der Versicherten und Bürger zu begleiten.       

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