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Spahn will Krankenkassen verpflichten, über die elektronische Gesundheitsakte zu informieren

09.08.2018, Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung
Politik & Wirtschaft, Krankenversicherung, Digital Health

Andrey Popov, www.shutterstock.com

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die gesetzlichen Krankenkassen gesetzlich verpflichten, ihre Versicherten über die Funktionsweise der für 2021 geplanten elektronischen Patientenakte umfassend zu informieren. Das berichtete zuerst die Rheinische Post unter Berufung auf eine kleine Anfrage der FDP. Danach beabsichtigt die Bundesregierung, Informationspflichten der Krankenkassen über die elektronische Patientenakte gesetzlich zu regeln, damit die Versicherten befähigt werden, mit den Zugriffswegen und der Datenverwaltung der elektronischen Patientenakte umzugehen. Ungeklärt sei noch die Finanzierung des Betriebs der Patientenakten, denn jeder einzelne Vorgang muss in den Akten gespeichert werden. Nach Auffassung der FDP seien die Initiativen der Krankenkassen zur elektronischen Patientenakte zwar lobenswert, ändere aber nichts an der Tatsache, dass dringend einheitliche Vorgaben mit einem festgelegten Rahmen für eine elektronische Patientenakte benötigt werden, meinte die FDP Gesundheitspolitikerin Christine Aschenberg-Dungus. Derzeit wisse keiner der Beteiligten, wie eine solche wirklich aussehen soll und was sie beinhalten darf, das Bundesgesundheitsministerium hinke der Entwicklung hinterher.