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Von betrieblicher Gesundheitsförderung profitieren bis jetzt nur vier Prozent der Beschäftigten

09.08.2018, Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung
Krankenversicherung, Management

Laut Präventionsbericht des GKV-Spitzenverbandes erreichen die Krankenkassen mit ihren primärpräventiven und gesundheitsfördernden Angeboten jährlich ca. 5,1 Millionen Versicherte. Seit 2008 kann ein Unternehmen pro Mitarbeiter und Jahr bis zu 500 Euro lohnsteuerfrei für Maßnahmen der Gesundheitsförderung investieren. Das Volumen der Kassenausgaben für die betriebliche Gesundheitsförderung hat sich nach dem Präventionsgesetz von 2015 in einem Jahr knapp verdoppelt. Es belief sich 2016 auf 147 Mio. EUR. Die Erfolgsquote im betrieblichen Gesundheitsmanagement fällt relativ bescheiden aus. Von den Krankenkassenleistungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung profitierten nur knapp 4 % der Beschäftigten in Deutschland. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass von rund 37 Mio. Beschäftigten nur knapp 1,44 Mio. Leistungen in 13.172 Unternehmen erhielten. Die Linke kritisiert, dass fast alle Maßnahmen in diesem Bereich auf das Verhalten der Beschäftigten abzielen würden. Nur die Hälfte der Maßnahmen hätte die Verbesserung der Arbeitsbedingungen zum Schwerpunkt. So kämen Themen wie Zeit- und Arbeitsdruck oder unnötige körperliche Belastungen am Arbeitsplatz zu kurz.