Konjunktur und Zusatzbeiträge sorgen für ausreichende Polster bei den Krankenkassen

05.09.2018, Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung
Krankenversicherung

Aus dem aktuellen Jahresbericht des Bundesversicherungsamtes geht hervor, das Ende 2017 alle Krankenkassen über einie Rücklage von mindestens 0,25 Monatsausgaben verfügen. Ein Jahr zuvor lagen einige Krankennkassen noch darunter. 34 der insgesamt 65 Kassen unter BVA-Aufsicht haben im vergangenen Jahr Betriebsmittel und Rücklagen von mehr als einer Monatsausgabe angesammelt. Ende 2017 lag das finanzielle Polster bei insgesamt 19,5 Milliarden Euro, im zweiten Quartal dieses Jahres stiegen die Rücklagen auf über 20 Mrd. an. Dabei haben die Kassen auch dank der guten Konjunktur Zusatzbeiträge in Höhe von 14,95 Mrd. Euro eingenommen. Ein Jahr zuvor waren es nur 13,88 Mrd. BVA und Krankenkassen haben jedoch angesichts des anhaltend niedrigen Zinsniveaus und angesichts der Anlage dieser Überschüsse und der Vorschriften zur Anlage dieser Finanzmittel nicht unerhebliche Probleme (Anlagen in Aktien sind nicht erlaubt). So übernimmt der Bankenverband die Einlagensicherung ab Oktober 2017 nur noch mit Einschränkungen. Der Gesundheitsfonds beispielsweise hat 2017 Zinsverluste von 4,5 Millionen Euro ausweisen müssen.

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