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Kooperation Salus BKK und Klinikum Heidelberg: Zweitmeinung bei Krebsdiagnose

08.10.2018, Rolf Stuppardt
Krankenversicherung

© Nejron Photo/Shutterstock

Versicherte der Salus Betriebskrankenkasse können bei Feststellung einer Krebsdiagnose eine Zweitmeinung am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg einholen. Der Kooperationsvertrag ist seit dem 1.10.2018 gültig und garantiert Betroffenen ein standarisiertes Zweitmeinungsverfahren, welches für Versicherte der Krankenkasse kostenfrei ist. Wenn die Diagnose "Krebs" lautet, müssen oft schnell wichtige Entscheidungen getroffen werden. Viele Betroffene würden gern eine zweite Meinung zu den Behandlungsoptionen hören, fühlen sich aber unsicher zu Ablauf und Kosten eines derartigen Verfahrens. Hier bietet die Salus BKK ihren Versicherten mit einem neuen Angebot eine neue Möglichkeit. Gegenstand des Vertrags ist eine Beratung von Patienten mit einer Tumor-Erstdiagnose bzw. einer Tumor-Rezidivdiagnose jeweils vor Therapiebeginn. Nach Ausfüllen eines im Patientenzentrum des NCT erhältlichen Formulars und Einreichung der Unterlagen am NCT Heidelberg, werden die Daten geprüft und es wird zeitnah ein Termin zur persönlichen Vorstellung vereinbart. Im Anschluss an die Vorstellung in einer der Spezialsprechstunden wird über eine Therapieempfehlung zusätzlich interdisziplinär zwischen Experten der Medizinischen Onkologie, Strahlentherapie, Chirurgie, Pathologie sowie weiteren Spezialisten beraten und dem Patienten im Anschluss auf dem Postweg zugeschickt. In die zweite Beurteilung der Befunde sollten die Patienten möglichst ihre behandelnden Ärzte einbinden. Ziel des Vertrages ist es, dass die Patienten nach Einholen einer Zweitmeinung in Heidelberg wieder wohnortnah von ihren heimischen Ärzten betreut werden. Auch die Therapieentscheidung liegt final beim Betroffenen.

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