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GKV-Schätzerkreis: Zusatzbeitrag kann um 0,1 Prozentpunkte sinken

12.10.2018, Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung
Krankenversicherung, Politik & Wirtschaft

Der GKV-Schätzerkreis kam jetzt zu einer einvernehmlichen Prognose über die finanziellen Rahmenbedingungen der gesetzlichen Krankenversicherung für die Jahre 2018 und 2019. Danach werden die Einnahmen des Gesundheitsfonds für 2018 auf 222,8 Mrd. Euro geschätzt. Die voraussichtlichen Ausgaben prognostiziert man auf 234,2 Mrd. Euro und die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds betragen 222,2 Mrd. Euro. In 2019 werden Einnahmen von 231,1 Mrd. Euro erwartet, während sich die Ausgaben voraussichtlich auf 244,4 Mrd. Euro belaufen. Aus den Schätzergebnissen ergibt sich rechnerisch eine Verringerung des durchschnittlichen Zusatzbeitrages um 0,1 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent. Der vdek wies inzwischen darauf hin, dass dabei aber nicht vergessen werden dürfe, dass sich die Finanzsituation bei den einzelnen Krankenkassen unterschiedlich darstelle. Durch den Finanzausgleich (Morbi-RSA) sind derzeit einige Krankenkassen deutlich benachteiligt und profitieren weniger von der guten konjunkturellen Lage. Die Ersatzkassen erwarten nun rasch Reformen beim Morbi-RSA, um ihre Haushaltsplanung darauf auszurichten. Man hoffe, dass der Bundesgesundheitsminister noch im Herbst diesen Jahres Eckpunkte vorlegen wird.

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