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Schutzimpfungen am Arbeitsplatz für BARMER Versicherte durch Betriebsärzte ab 2019 möglich

11.01.2019, Dr. Monika Sinha, Welt der Krankenversicherung
Krankenversicherung, Politik & Wirtschaft

BARMER Versicherte können sich ab 1. Januar 2019 direkt am Arbeitsplatz von Betriebsärzten impfen lassen, wodurch ihnen eine Inanspruchnahme von Schutzimpfungen gegen Grippe, Pneumokokken und Masern erleichtert werden soll. Wenn Betriebsärzte direkt am Arbeitsplatz Versicherte impfen, erspart das den Arbeitnehmern zusätzliche Fahrtzeiten. Versicherte benötigen nur ihre elektronische Gesundheitskarte. Insgesamt soll damit die Bereitschaft zum Impfen erhöht werden, betont Dr. Fabian Magerl, Landesgeschäftsführer der BARMER in Sachsen. Möglich wird dieser arbeitnehmerfreundliche Zugang zu Schutzimpfungen durch einen Vertrag zwischen der BARMER und der Deutschen Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin (DGAUM). Er ist ab 1. Januar 2019 in Kraft getreten und gilt bundesweit. Betriebsärzte können sich darin einschreiben, teilnehmen und ihren im Präventionsgesetz verankerten Versorgungsauftrag auch innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung erbringen. Erstmals können so auch Betriebsmediziner aktiv an der Erhöhung der Durchimpfungsquote in der Bevölkerung mitwirken, erläutert Landesgeschäftsführer der BARMER in Sachsen. Erstmals können Arbeitnehmer direkt an ihrem Arbeitsplatz für Prävention durch Schutzimpfungen aktiv werden, unterstreicht Dr. Thomas Nesseler, Hauptgeschäftsführer der DGAUM. Der Vertrag umfasst alle gängigen Standardimpfungen gemäß der Schutzimpfungs-Richtlinie. Die Kosten der Impfung und des Impfstoffes rechnet der Betriebsarzt direkt mit der BARMER ab. Der Vertrag enthält auch die ärztliche Anamnese und Beratung. Auf dieser Kooperationsbasis bauen BARMER und DGAUM Präventionsmaßnahmen und betriebliche Gesundheitsförderung in Sachsen weiter aus.

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