Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit vom 21. bis 23. Mai 2019 in Berlin – Spahns Gesundheitspolitik auf dem Prüfstand: Was sagen Leistungserbringer und Opposition?

06.02.2019, WISO S. E. Consulting GmbH
Veranstaltungen, Politik & Wirtschaft

Personaluntergrenzen, die massiv in die krankenhausinterne Personal- und Finanzplanung eingreifen; Mindestöffnungszeiten für ärztliche Sprechstunden, mit denen niedergelassenen Ärzten Arbeitszeiten gesetzlich vorgeschrieben werden; eine Einschränkung des strikten Versandhandelsverbots für verschreibungspflichtige Medikamente, die deutschen Apotheken der Konkurrenz von ausländischen Onlinehändlern aussetzt; ein Implantateregister, das die Regulierungsdichte für Medizintechnikprodukte stark erhöht – die Große Koalition hat sich in ihrem ersten Jahr äußerst kontroverser Gesetzesvorhaben angenommen. Krankenhäuser, Ärzteschaft, Apotheken und Industrie beklagen gesetzgeberische Schnellschüsse, Überregulierung und Vorschriften, die kaum zu erfüllen seien - und den Patienten tatsächlich kaum hülfen.

Ist das nur das typische „Lamento unwilliger Leistungserbringer“ oder gehen die gesundheitspolitischen Vorhaben in die falsche Richtung? Im Mai diskutieren das auf dem Hauptstadtkongress 2019 unter dem Titel „Gesundheitspolitik der GroKo – das Urteil der Leistungserbringer“ Spitzenvertreter von Krankenhäusern, Ärzteschaft, Apotheken und Industrie mit einem führenden Gesundheitspolitiker der Großen Koalition. Zugesagt haben bereits: Dr. Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, Friedemann Schmidt, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste, und Dr. Meinrad Lugan, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Medizintechnologie.

Die Spitzenpolitiker aller im Bundestag vertretenen Parteien sitzen beim Hauptstadtkongress ebenfalls auf der Bühne: Die gesundheitspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen diskutieren das Thema: „Sind die Schwerpunkte in Gesundheitspolitik und Pflege richtig gesetzt?“. Zugesagt haben bereits: Christine Aschenberg-Dugnus (FDP), Maria Klein-Schmeink (Grüne), Harald Weinberg (Linke), Prof. Dr. Axel Gehrke (AfD) und Tino Sorge (CDU).

Die gesundheitspolitischen Initiativen der Bundesregierung zu den großen Baustellen des deutschen Gesundheitswesens werfen Fragen auf, wie etwa: Sind Personaluntergrenzen wirklich ein probates Mittel gegen den Pflegenotstand? Kann der umstrittene Morbi-RSA ein „lernendes System“ sein oder ist eine grundlegende Reform notwendig? Oder: Ist die Gemeinsame Selbstverwaltung flexibel genug, um Digitalisierung und Integrierte Versorgung endlich voranzubringen, oder muss der Staat vermehrt eingreifen?

Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Im Mai 2019 wird es wieder drei Tage lang im Berliner CityCube in rund 150 Einzelveranstaltungen mit über 600 Referenten um alle Facetten des Gesundheitswesens gehen.

Weitere Infos: www.hauptstadtkongress.de

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