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Gesundheitskongress des Westens – Visionäre und Innovatoren im Mittelpunkt

07.02.2019, WISO S. E. Consulting GmbH
Veranstaltungen, Interviews

Ein Interview mit Claudia Küng, Geschäftsführerin der WISO S. E. Consulting GmbH.

Frage: Frau Küng, ein Kongress wie der GdW hat ja viele höchst unterschiedliche Themen auf der Agenda. Aber was ist das Herausragende, das Besondere in diesem Jahr?

Küng: Da gibt es ein schönes Bild! Wir haben in unserer Eröffnungsveranstaltung einen Piloten auf der Bühne, der als Managementtrainer arbeitet. Aufgrund eines Beinaheabsturzes, den er persönlich im Cockpit erleben musste, hat er sich mit der Entscheidungsfindung in kritischen Situationen beschäftigt. Sein Credo ist: Es ist meist nicht eine Fehlhandlung, die zum Absturz von Flugzeugen führt, sondern fast immer das Fehlen einer Handlung! Und das ist im Gesundheitssystem nicht anders. Nehmen Sie den Pflegenotstand, die schleppende Digitalisierung, oder die Probleme einer Integrierten Versorgung – noch geht das alles einigermaßen gut. Aber wenn nicht bald Entscheidungen getroffen werden, dann könnte es zu Strömungsabriss und Absturz kommen. Das Kongressmotto lautet deshalb: „Der Druck nimmt zu: Zeit für mutige Veränderungen!“

Frage: An was für Veränderungen denken Sie denn konkret?

Küng: Beispielsweise mutige Entscheidungen der Politik, aus Bund und Land zusammen und nicht gegeneinender. Etwa in der Krankenhausfinanzierung. Oder der ambulanten Versorgung.

Frage: Es geht doch aber beim GdW nicht nur um konkurrierende Gesetzgebung, oder?

Küng: Nein! Wir haben viele Visionäre und Innovatoren mit mutigen Ideen zum Kongress eingeladen. Eine Pionierin der Telematik ist Katharina Jünger, deren Start-up TeleClinic als erstes Unternehmen in Deutschland ärztliche Sprechstunden per Internetvideo vermittelt. Ein Reformer in der Altenpflege ist Kaspar Pfister, dessen BeneVit-Gruppe darauf setzt, dass pflegebedürftige ältere Menschen in Hausgemeinschaften möglichst autark zusammenleben. Ein Sanierer ist Dr. Matthias Bracht, Geschäftsführer im Klinikum Region Hannover, der mutige Entscheidungen bei der Konsolidierung der Klinikkette mit zehn Häusern zu treffen hatte, ehe diese nach jahrelangen Verlusten seit 2016 wieder schwarze Zahlen schreiben konnte.

Frage: Im Zentrum stehen als mutige Entscheider?

Küng: So ist es. Entscheider, die Abstürze zu verhindern wissen.

www.gesundheitskongress-des-westens.de

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