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Stephan Holzinger und Prof. Dr. Michael Ewers sehen großes Potenzial in der Pflege im Ausland

07.02.2019, medhochzwei
Pflege, Interviews, Politik & Wirtschaft

Im Rahmen der Vorstellung der Studie „Pflege in anderen Ländern: Vom Ausland lernen?“ der Stiftung Münch führte medhochzwei Hauptstadt-Korrespondent Hans-Bernhard Henkel-Hoving Interviews mit Stephan Holzinger, dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Münch, und Prof. Dr. Michael Ewers, Mitautor des kürzlich erschienenen Buches zur Studie und Direktor des Instituts für Gesundheit und Pflegewissenschaft – Universitätsmedizin Berlin.
Im Gespräch zeigten sie auf, wie der Pflegeberuf in Deutschland besonders in der Bildung, der Organisation und der Verteilung von Verantwortungs- und Aufgabenbereichen attraktiver gestaltet werden kann, wenn man sich an Länder wie Großbritannien, Schweden, den Niederlanden und Kanada orientiert.


Mehr Eigenverantwortung, weniger Fremdbestimmung!
Stephan Holzinger und Prof. Dr. Michael Evers machten in ihren jeweiligen Interviews vor allem einen Punkt deutlich: Die Pflege in Deutschland muss mehr Verantwortung übernehmen. Nur so könne man sich hier von der jahrzehntelangen Tradition der Fremdbestimmung loseisen, die Kreativität und Stärken der Pflegekräfte gezielt fördern – und so letztendlich die Attraktivität des Berufes merklich steigern.
Gerade am Beispiel der finanziell sehr aufwendigen Rekrutierung ausländischer Pflegekräfte stellte Stephan Holzinger, neben einer mangelnden sozialen Integration, fest, dass diese in ihren Heimatländern mehr Verantwortung gewohnt und besser mit der Ärzteschaft verankert sind. Um substantielle Fortschritte im Bereich der Organisation zu machen bedarf es daher eines kulturellen Wandels in der Pflege.
Wer mehr über die Pflege im Ausland erfahren möchte und wissen will, wo Potenziale in Deutschland noch ausgeschöpft werden können, kann in unserem Shop das dazugehörige Buch zur Studie der Stiftung Münch bestellen und die Video-Interviews ansehen:

Interview mit Stephan Holzinger


Interview mit Prof. Dr. Michael Evers

 

 

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