G-BA sieht bei neuen Brustkrebsmedikamenten keinen Zusatznutzen, Fachwelt sieht das anders

07.07.2019, Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung
Krankenversicherung, Politik & Wirtschaft

In einer aktuellen Entscheidung gegen die Ärzte und Krankenhäuser sieht der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) keinen Zusatznutzen bei einem neuen Brustkrebsmedikament, obwohl in zwei Studien die Senkung des Sterberisikos um 30 Prozent nachgewiesen wurde, so der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa). Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) sowie die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) halten den  Überlebensvorteil für belegt. Der G-BA ignoriert mit seiner Entscheidung zum Wirkstoff Ribociclib nach Auffassung des vfa nicht zum ersten Mal Überlebensvorteile. So war es auch bei Palbociclib, einem anderen Vertreter der gleichen Wirkstoffklasse. Onkologische Fachgesellschaften sehen in beiden Arzneimitteln therapeutischen Fortschritt und haben sie in ihre Leitlinien aufgenommen.

 

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