Grüne: Reformkonzept der Versorgung in ländlichen Gebieten

10.09.2019, Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung
Politik & Wirtschaft

Wie berichtet wurde, fordern die Grünen eine Reform der Versorgung in ländlichen Regionen, die konzeptionell an in Wendezeiten eingestampfte kooperative Versorgungsmodelle wie Landambulanzen und Polikliniken anknüpfen. Die klassische Einzelpraxis sei keine hinreichende Antwort auf die Zunahme chronischer Erkrankungen und nicht mehr attraktiv für junge Mediziner, die sich mehr Flexibilität wünschten, daher sei der demografische Wandel gerade auch mit Blick auf ländlich strukturierte Gebiete ohne kooperative Versorgungsformen nicht mehr zu bewältigen. Konkret wird vorgeschlagen, vor Ort sogenannte Gesundheitsregionen aufzubauen, in denen Ärztenetze, Kliniken, Krankenkassen, Pflegezentren und Apotheken gemeinsam die medizinische Versorgung organisieren. Um einen Anreiz für entsprechende Verträge zu setzen, sollten die Kassen für Versicherte in dieser Region höhere Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds bekommen, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Bezugnahme auf ein Papier der Grünen. Bei der Vergütung müsse künftig „Qualität statt Quantität“ belohnt werden, also insbesondere der Einsatz für Gesundheitsförderung und Prävention. Zudem müssten Pflegekräfte mehr Verantwortung bekommen.

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