Kardiologie: BVMed fordert Erstattung für Telemonitoring

10.09.2019, Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung
Politik & Wirtschaft

Der BVMed fordert die Erstattung eines kontinuierlichen Telemonitorings von Patienten mit aktiven kardiologischen Implantaten. Nach den aktuellen Empfehlungen der Arbeitsgruppe „Telemonitoring“ der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung (DGK) für die telemedizinische Überwachung von Herzpatienten ist nicht nachvollziehbar, warum das kontinuierliche Telemonitoring noch immer nicht erstattet wird und das Nutzenbewertungsverfahren beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) seit mehr als drei Jahren andauert, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. Dabei sei der Nutzen längst nachgewiesen und die klinische Evidenz vorhanden, so Möll, weswegen den betroffenen Herzpatienten das Telemonitoring nun regelhaft ermöglicht werden sollte. Bis heute ist die nicht vorhandene Regelvergütung des kontinuierlichen Telemonitorings für Implantat-Patienten das größte Hindernis für seine breite Anwendung. Generell hätten telemedizinische Verfahren mit medizintechnischen, aktiven kardialen Implantaten nach Ansicht des BVMed ein großes Potenzial, die Versorgungsqualität und die Patientensicherheit merklich zu verbessern. Zudem könne die räumliche Distanz zwischen Arzt und Patient überbrückt und die Therapie bedarfsorientiert für den Patienten angepasst werden.

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