Kliniken sollen 250 Millionen zusätzlich erhalten

08.10.2019, Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung
Management, Politik & Wirtschaft

Zur Finanzierung der Personalkosten sollen Krankenhäuser im kommenden Jahr einen Rechnungszuschlag berechnen dürfen. Das geht aus dem Kabinettsentwurf zum sogenannten Fairer-Kassenwettbewerb-Gesetz hervor. Vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 soll bei voll- oder teilstationären Krankenhausbehandlungen ein Zuschlag in Höhe von 0,3 Prozent des Rechnungsbetrags veranschlagt werden. Dadurch erhalten die Krankenhäuser insgesamt 250 Millionen Euro zusätzlich. Im Pflegepersonal-Stärkungsgesetz ist festgelegt, dass die Kostenträger die Tarifsteigerungen für Pflegekräfte vollständig refinanzieren müssen. Wegen einer möglichen Finanzierungslücke in diesem und im letzten Jahr solle der Zuschlag diese nun ausgleichen. Der Zuschlag soll von den Krankenhäusern in den Rechnungen gesondert ausgewiesen und bei den Ermittlungen der Erlösausgleiche nicht berücksichtigt werden.

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