Durchbruch in Alzheimer-Forschung: Auslöser enttarnt

16.11.2019, Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung
Krankenversicherung, Demenz, Campus & Karriere

Wissenschaftlern der Universität Ulm ist es erstmals gelungen, Beta-Amyloid-Fibrillen aus dem menschlichen Gehirn zu isolieren. Diese Eiweißfasern stehen unter Verdacht, die Alzheimer-Krankheit sowie die Zerebrale Amyloid-Angiopathie mit auszulösen. Veröffentlicht wurde die Studie, an der auch Forschende aus Tübingen, Halle und San Diego beteiligt waren, im Fachjournal Nature Communications. Dabei ist es erstmals gelungen, die Fibrillen aus Gewebeproben erkrankter Menschen zu extrahieren und präzise darzustellen. Überraschend war dabei, dass die Fasern sich deutlich von den bisher zur Forschung genutzten und synthetisch erzeugten Fibrillen und damit fundamental von bisherigen Annahmen unterscheiden. Das sei eine grundsätzlich andere Eigenschaft, die so nicht erwartet wurde, sagte Professor Marcus Fändrich, Leiter des Instituts für Proteinbiochemie der Universität Ulm. Es gehe jetzt darum, Bedingungen zu finden, die diese Strukturen hervorrufen und ob diese Informationen für die Entwicklung von pharmazeutischen Wirkstoffen genutzt werden können.

 

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