BARMER Sachsen: Videosprechstunden können Arztpraxen entlasten und Infektionsrisiken senken

15.03.2020, Dr. Monika Sinha, Welt der Krankenversicherung
Krankenversicherung, Politik & Wirtschaft, Digital Health

Seit Oktober 2019 können Patientinnen und Patienten in Sachsen auch bei einem Erstkontakt eine Videosprechstunde bei ihrem Arzt nutzen. Ein Arzt-Patienten-Kontakt per Videosprechstunde kann helfen, das Infektionsrisiko in Arztpraxen und Wartezimmern, wie gerade aktuell bei Influenza oder Covid 19, zu senken. Auch nach Operationen oder bei langen Anfahrtswegen kann eine Onlinesprechstunde eine zielführende Unterstützung bieten. Jedoch sollten Mediziner den Patienten vorab erläutern, welche Behandlungen auf Distanz möglich seien, und bei welchen der direkte Kontakt und weiterführende Diagnostik erforderlich wären, so BARMER Landesgeschäftsführer in Sachsen Dr. Fabian Magerl. Die Vergütung der Videosprechstunde ist seit Oktober 2019 für die niedergelassenen Ärzte geregelt und sie können für einen bestimmten Zeitraum eine Anschubfinanzierung nutzen. Für die Durchführung benötigen sie ein von der KBV zugelassenes zertifiziertes Videokonferenzsystem. Dies gewährleistet einen reibungslosen und datenschutztechnisch sicheren Ablauf. Aktuell bieten einige zertifizierte Anbieter ihre Software kostenlos an. Jedoch ermöglichen derzeit nur wenige Arztpraxen in Sachsen ihren Patientinnen und Patienten eine Videosprechstunde, so der Landesgeschäftsführer der BARMER in Sachsen. Patienten benötigen ein internetfähiges Gerät mit Kamera und Mikrofon und Lautsprecher, aber keine spezielle Software. Sie erhalten von ihrer Arztpraxis einen Termin für die Videosprechstunde, die Internetadresse des Videodienstanbieters und den Einwahlcode für die Sprechstunde. So können Videosprechstunden den Patientinnen und Patienten Sicherheit bei einigen ihren Beschwerden und Anliegen vermitteln. https://www.kbv.de/media/sp/Patienteninformation_Videosprechstunde.pdf

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