Christof Lawall über die Einbindung von Reha-Kliniken in die COVID-19-Versorgung

03.04.2020, medhochzwei
Coronavirus, Interviews



KMi-Chefredakteur Sven C. Preusker spricht in einem zweiten Interview mit Christof Lawall, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für medizinische Rehabilitation (DEGEMED) unter anderem über die konkrete Einbindung von Reha-Kliniken in die akutstationäre Versorgung und die bisher ungenügenden politischen Maßnahmen, um den Reha-Kliniken durch die Corona-Krise zu helfen.

"Zahlreiche Rehaeinrichtungen werden tatsächlich im Augenblick von den zuständigen Landesministerien, von den Behörren oder auch von Landkreisen, von den Gesundheitsämter angesprochen. Konkret erfragen die zuständigen Stellen zunächst einmal die Platzzahl in den Einrichtungen, um sich ein Bild von den Behandlungskapazitäten zu machen, die in bestimmten Regionen zur Verfügung stehen.
Es geht hier natürlich auch darum, das Profil der Einrichtung beurteilen zu können und die ärztliche Kompetenz und die infrastrukturellen Voraussetzungen der Einrichtungen erheben zu können. Das ist eine ganz, ganz wichtige Voraussetzung dafür, damit die Gesundheitsämter oder auch die zuständigen Behörden auf der Landesebene beurteilen können, ob eine konkrete Vorsorge- oder Rehaeinrichtung wirklich geeignet ist, um krankenhausbehandlungsbedürftige Patienten aufzunehmen. Ganz egal ob es sich dabei um Corona-Infizierte handelt oder um andere Patienten", so Christof Lawall.

Er erläutert im Interview außerdem wie die Abrechnung der erbrachten Leistungen bei einer Einbindung verlaufen wird und welche Folgen es für die Rehaeinrichtungen hat, wenn keine temporäre Umwandlung in ein akutstationäres Krankenhaus stattfindet, aber der Abbruch der Behandlungen und der Aufnahmestopp schon jetzt in vielen Rehaeinrichtungen für leerstehende Betten und damit einen finanziellen Einbruch sorgt. In diesem Zusammenhang schildert er zum einen, welcher Ausgleich dort möglich ist und zum anderen wichtige Forderungen an die Politik.

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