Apotheken und GKV-Spitzenverband verständigen sich über TI-Refinanzierung

20.05.2020, Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung
Krankenversicherung, Digital Health

Wie die ABDA mitteilte, haben sich der Deutsche Apothekerverband (DAV) und GKV-Spitzenverband über die Erstattungsfragen zur TI-Infrastruktur in der Apothekenlandschaft geeinigt. Zum Hintergrund: Bis Ende September dieses Jahres müssen Apotheken an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen sein. Dies hat der Gesetzgeber Ende vergangenen Jahres mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz beschlossen. Diese Anbindung ist Voraussetzung, damit digitale Angebote wie die elektronische Patientenakte, das E-Rezept und der elektronische Medikationsplan verwirklicht werden können. Doch nicht nur die Datenautobahn, auf der künftig die Informationen zwischen Leistungserbringern und Krankenkassen fließen sollen, muss stehen – die Akteure müssen auch ausgerüstet sein, diese „Autobahn“ zu befahren: mit Konnektor, Kartenlesegeräten und den sie als Heilberufler und entsprechende Betriebsstätte ausweisenden Karten (Heilberufsausweis und Institutionskarte/SMC-B). Details zur neuen Refinanzierungsvereinbarung wurden nicht genannt. Wie es hieß, regle die Vereinbarung mit dem GKV-Spitzenverband die Erstattung der Kosten, die dem Apothekeninhaber durch die Einführung und den Betrieb der TI entstehen. Dazu gehören ein Internetanschluss, eine Institutionskarte, ein Heilberufsausweis, ein Konnektor (inkl. VPN-Zugangsdienst), stationäre und mobile Kartenterminals sowie ein Update für das Apothekenverwaltungssystem. Zudem informierte die ABDA, dass die Abwicklung der Kostenerstattung über den Nacht- und Notdienstfonds des DAV erfolgen wird.

 

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