BARMER: Jeder dritte Arzt fühlt sich schlecht auf ePA vorbereitet

31.07.2020, Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung
Krankenversicherung, Digital Health, Politik & Wirtschaft

Wenn die elektronische Patientenakte (ePA) zum 1. Januar 2021 an den Start geht, müssen die Ärzte nicht nur damit umgehen können, sie sollen auch ihre Patienten bei der Nutzung zu unterstützen. Nach einer repräsentativen Umfrage der BARMER unter 1.000 Ärzten von März bis Mai dieses Jahres fühlen sich aber nur 27 Prozent der Ärzte gut oder sehr gut für eine Beratung zur ePA gewappnet, 40 Prozent der Befragten sind unentschieden. Zudem wünschen sich 94 Prozent mehr Informationen. Wie aus der Umfrage weiter hervorgeht, wünschen sich 57 Prozent der Befragten auch mehr Informationen zur elektronischen Patientenakte als Instrument zur Zusammenarbeit mit anderen Ärzten. Darüber hinaus sind die Datensicherheit und die Anbindung der ePA an die Telematik-Infrastruktur für mehr als die Hälfte der Befragten besonders von Interesse. „Bewähren wird sich die ePA, wenn Ärzte sie in ihren Alltag integrieren. Alle positiven Effekte, die wir uns erhoffen, wie eine bessere Transparenz zum Gesundheitsstatus der Patienten oder die Vermeidung von Fehlmedikation, hängen davon ab, dass Ärzte die Akte nutzen und empfehlen“, sagt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Barmer, Jürgen Rothmaier. Aus diesem Grund sei es wichtig, so viel Transparenz wie möglich darüber zu schaffen, was auf alle Beteiligten zukommt.

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