Einsatz für ältere Menschen: Hannelore Hoger ausgezeichnet

24.08.2020, René Adler
Köpfe

Vor wenigen Tagen ist Hannelore Hoger 78 Jahre alt geworden. Noch immer ist sie beruflich aktiv, auch wenn die TV-Krimiserie „Bella Block“, die sie einem Millionen-Publikum bekannt machte, nach 38 Folgen vom ZDF abgesetzt wurde. Soziales Engagement war der Schauspielerin stets sehr wichtig, und dabei nahmen im Laufe der Jahrzehnte ältere Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, eine immer größere Rolle ein. Dafür wurde Hoger jetzt ausgezeichnet.

Die Film- und Theaterschauspielerin erhielt den Otto Mühlschlegel Preis 2020 der Robert Bosch Stiftung. Er würdigt Hogers berufliche Lebensleistung und ihren sozialen Einsatz für ältere Menschen. Mit der Auszeichnung verbunden ist ein Preisgeld in Höhe von 30.000 Euro, das zwei Einrichtungen der Altenhilfe in Hogers Heimatstadt Hamburg zugutekommt: Zum einen die Türkische Gemeinde, die sich u. a. dafür engagiert, dass türkischstämmigen Senioren den Zugang zum Gesundheitssystem zu erleichtern und zum anderen die „Hamburgische Brücke“, die sich auf Angebote für Demenzbetroffene spezialisiert hat.

In ihren Rollen verkörpere die Charakterschauspielerin eigenständige Frauenfiguren, die mit dem Altern und seinen Herausforderungen souverän umzugehen wüssten, hieß es. „Hannelore Hoger macht deutlich, dass jede Lebensphase bis ins hohe Alter lebenswert ist“, sagte Dr. Bernadette Klapper, Leiterin des Bereichs Gesundheit in der Stiftung. „Das ist ein starkes Bild in unsere Gesellschaft hinein.“

Über die jetzt geförderten Projekte hinaus unterstützt Hoger seit vielen Jahren die Hilfsorganisation HelpAge in ihrem Einsatz für die Bedürfnisse und Rechte älterer Menschen. Als Schirmherrin der Kampagne „Jede Oma zählt“ macht sie auf alte Frauen insbesondere in Afrika aufmerksam, die sich in Krieg und Katastrophenlagen um ihre Enkel kümmern. Hoger will sich weiter engagieren. „Sie müssen alles mit Freude machen. Das ist das Wichtigste“, sagte sie.

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