DAK sieht stationäre Notfall-Aufnahmen fast wieder auf Vorjahresniveau

01.09.2020, Sven C. Preusker
KMi Nachrichten, Krankenversicherung, Coronavirus, Politik & Wirtschaft

KMi (scp) – Nachdem die Corona-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 zu deutlichen Schwankungen bei den Notfalleinweisungen der Krankenhäuser führte, scheinen diese nach einer aktuellen Analyse der DAK- Gesundheit inzwischen fast wieder Vorjahres-Niveau erreicht zu haben. 

Sowohl bei Herzinfarkten als auch bei Schlaganfällen und psychischen Erkrankungen lagen die Krankenhauseinweisungen im März laut der Analyse deutlich unter denen des Vorjahres. So wurden im März 26,6 Prozent weniger Patienten mit einem Herzinfarkt aufgenommen als im Vergleich zum Vorjahr. Im April waren es 22,2 Prozent weniger, im Mai 13,8 Prozent. Im Juni lagen die Herzinfarkt-Einweisungen laut DAK-Gesundheit dann sogar leicht über dem des Vorjahres (plus vier Prozent), wobei im Juli wieder ein leichter Rückgang zu beobachten gewesen sei.

Bei zerebrovaskulären Krankheiten, wie beispielsweise Schlaganfall und Hirnblutungen, zeige sich ein ähnliches Bild. Hier habe der Rückgang im März im Vergleich zum Vorjahr bei 12,7 Prozent gelegen, im April sogar bei  20,2 Prozent. Im Mai hätten sich die Einweisungen normalisiert, lagen aber immer noch bei minus 9,6 Prozent, im Juni bei plus 2,6 Prozent und im Juli bei minus 6,7 Prozent. Die Klinik-Aufnahmen wegen psychischer Erkrankungen gingen laut Analyse im März um 14,8 Prozent zurück,  im April sogar um 23,1 Prozent und im Mai um 16,4 Prozent. Wie bei Herzinfarkten und zerebrovaskulären Krankheiten habe sich die Versorgung im Juni normalisiert.

„Unsere Auswertung der Klinikdaten zeigt eine interessante Entwicklung und verdeutlicht eine regelrechte Corona-Delle bei den Aufnahmen im Frühjahr“, so DAK-Vorstandschef Andreas Storm. „Die Daten machen aber auch deutlich, dass es in diesem Bereich keinen Nachholeffekt mit drastischen Steigerungsraten gibt.“

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