Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbandes kritisiert schleppenden Aufbau klinischer Krebsregister

11.09.2020, Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung
Krankenversicherung

Den schleppenden Aufbau klinischer Krebsregister hat der Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbandes in seiner September-Sitzung beklagt. Lediglich die Klinischen Krebsregister in den Ländern Baden-Württemberg, Bremen, Rheinland-Pfalz und Saarland konnten bis Ende des Jahres 2019 alle geforderten Förderkriterien erfüllen, was aus Sicht der sozialen Selbstverwaltung unbefriedigend ist.

Diese Kriterien sind die gesetzliche Voraussetzung, damit die Krankenkassen künftig regelhaft die Arbeit der Klinischen Krebsregister finanzieren dürfen. Auf Basis der im Gutachten des Prognos-Instituts enthaltenen Prognose ist nach jetzigem Kenntnisstand davon auszugehen, dass 10 von 18 Registern die Bedingungen auch nach sieben Jahren des von der GKV finanziell geförderten Aufbaus auch am Ende der vorgesehenen Nachbesserungspflicht voraussichtlich nicht erfüllt haben werden. Dazu die beiden alternierenden Vorsitzende des Verwaltungsrates:

„Für die Medizin sind Krebsregister eine wertvolle Hilfe und sie leisten einen besonderen Beitrag im Kampf gegen Krebs“, so Uwe Klemens. „Wir fordern die Länder und Register auf“, so Dr. Volker Hansen, „umgehend ihre gesetzlichen Verpflichtungen zu erfüllen, damit die Register ihre wichtige Aufgabe für die Menschen wahrnehmen können“.

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