DPtV weist auf personelle Unterversorgung in psychiatrischen und psychosomatischen Krankenhäusern hin

15.09.2020, medhochzwei
Psychotherapie, Politik & Wirtschaft, Management

Die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) begrüßt in einer Stellungnahme das geplante Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG). „Bei der Bewältigung der Corona-Pandemie spielt die Patientenversorgung in den Krankenhäusern eine große Rolle“, betonte Gebhard Hentschel, Bundesvorsitzender der DPtV. Er wies allerdings darauf hin, dass die finanziellen Förderungen nicht die prekäre Unterversorgung insbesondere in den psychiatrischen und psychosomatischen Krankenhäusern berücksichtigen würden. Gerade dort fehle es an ausreichendem und qualifiziertem Personal. „Eine ausreichende Versorgung kann unter den gegebenen Bedingungen nicht gewährleistet werden“, so Hentschel.

Die DPtV begrüßt daher, dass der Gesetzgeber den Handlungsbedarf erkannt und 2019 Mindestvorgaben für Psychotherapeut*innen in die Personalausstattung Psychiatrie und Psychosomatik-Richtlinie (PPP-Richtlinie) aufgenommen hat. „Durch die Corona-Pandemie hat sich die Umsetzung verständlicherweise verschoben. Dennoch weisen wir auf die besondere Dringlichkeit zur Regelung hin. Jede Verzögerung bedeutet die Fortschreibung von Unterversorgung und damit prekäre Bedingungen für Personal und Patient*innen“, so Hentschel.

„Wir unterstützen außerdem die Streichung des sog. Bettenbezugs als Maßstab zur Festlegung der Personalausstattung – wenn gewährleistet wird, dass für Einzelbehandlungen Mindestvorgaben in Form von Minutenwerten festgelegt werden. Für Gruppentherapien müssen diese entsprechend angepasst werden. Bei der Bemessung von Minutenwerten sind die individuellen und unterschiedlichen Bedürfnisse der Patient*innen ausreichend zu berücksichtigen“, forderte Hentschel.

Die komplette Stellungnahme steht hier zum Herunterladen bereit.

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