Logo   Newsletter Juli 2018
 
 
 
   
 


 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

ein Dauerbrenner in 2018 – das leidige Thema Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)! Ärztliche und psychotherapeutische Berufsverbände fordern nun in einer konzertierten Aktion einen angemessenen Umgang mit der neuen Datenschutzgrundverordnung und warnen vor einer überzogenen Interpretation der DSGVO.

Werden Medizinstudierende im praktischen Jahr als Lückenbüßer und billige Hilfskräfte ausgenutzt? Mit der aktuellen Situation und der hohen Arbeitsbelastung der PJler befasst sich eine aktuelle Umfrage des Marburger Bundes.

Befördert durch den Fachkräftemangel und getrieben durch die digitale Transformation erlebt das Betriebliche Gesundheitsmanagement ein Revival. Prof. Dr. David Matusiewicz spricht im medhochzwei-Interview über „Gesundheit & Arbeit 4.0“.

Wir wünschen Ihnen spannende Lektüre und einen schönen Sommer!

 

Herzliche Grüße aus Heidelberg
 

Julia Rondot

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 


 

Braucht „jeder Mensch seinen Psychotherapeuten?“, um eigene und soziale Krisen überwinden zu können? Sind Ergotherapeuten, Heilpraktiker und Krankenschwestern „Verhaltenstherapeuten“?  Ist jeder „Arzt auch Psychotherapeut“? Aussagen und Fragen dieser Art, in denen menschliche Befindlichkeitsstörungen ein Fall für den Psychotherapeuten sein sollen oder jedes Gespräch als Psychotherapie bezeichnet wird, sind auch 18 Jahre nach Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes und 50 Jahre nach Einführung der Psychotherapie-Richtlinien in Deutschland immer noch Thema.

 

Wie gut, dass bei Krankenbehandlungen Psychotherapien in Deutschland mit einer weltweit beispielhaften Qualität und in einem abgestimmten Regelwerk durchgeführt werden. Dieses sichert allen gesetzlich versicherten psychisch kranken Menschen die Bezahlung einer hohen Stundenzahl von ihren Krankenkassen je nach psychotherapeutischem Verfahren. In der zuletzt im Jahr 2017 im Rahmen einer vom Gesetzgeber vorgegebenen Strukturreform neu formulierten Psychotherapie-Richtlinie und Psychotherapie-Vereinbarung sind neue Leistungen wie psychotherapeutische Sprechstunden und die psychotherapeutische Akutbehandlung zusätzlich zur Richtlinientherapie mit den Verfahren der Verhaltenstherapie und der psychoanalytisch begründeten Verfahren (tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und analytische Psychotherapie) eingefügt worden, um den Bedürfnissen der Patienten in flexiblerer Weise gerecht zu werden. Dieses Regelwerk und die geforderte akademische Qualifikation aller Psychotherapeuten mit Spezialisierung in einem der psychotherapeutischen Verfahren dient dem Patientenschutz psychisch kranker Menschen aller Altersgruppen und der Trennung psychischer Erkrankungen von Alltagssorgen und -reaktionen. Es bleibt zu hoffen, dass in dem jetzt neu zu verhandelnden Psychotherapeutengesetz der Verfahrensbezug, die Verfahrensvielfalt und die Richtlinienkompetenz für die Ausbildung zukünftiger Psychologischer Psychotherapeuten erhalten bleibt und der bestehende hohe Standard bei psychotherapeutischen Krankenbehandlungen in Deutschland erhalten werden kann.

 

 

Dr. med. Christa Schaff ist Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Psychotherapeutische Medizin, Psychiatrie und Psychoanalyse, ehemalige Vorsitzende des Beratenden Fachausschusses für Psychotherapie der KBV sowie Mitglied im G-BA. Vor Kurzem ist im medochzwei Verlag die 2. Auflage des Buches "Praxishandbuch Psychotherapie-Richtlinie und Psychotherapie-Vereinbarung" erschienen, die sie gemeinsam mit Dipl.-Psych. Carmen Bender, Barbara Berner, Dipl.-Psych. Dieter Best, Dr. Julian Dilling und Dr. Thomas Uhlemann verfasst hat.

 

 
   
 
   
 

 
   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 


Umfrage: Telemedizin vor dem Durchbruch, kann aber Arztkontakt nicht ersetzen
 

Den Arzt aus dem heimischen Wohnzimmer konsultieren, etwa über Videosprechstunde, Telefon oder Online-Chat ­– viele Bürger schätzen diese Möglichkeit, die ihnen die Telemedizin eröffnet: Knapp die Hälfte, 43 Prozent, befürwortet eine Lockerung des Fernbehandlungsverbots, etwa bei chronischen Erkrankungen. Und fast drei Viertel, 74 Prozent, wünschen sich einen weiteren Ausbau der ärztlichen Beratungsmöglichkeiten im Internet. Das ist Ergebnis der Studie „Future Health 2018“, einer repräsentativen Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 1.000 Bürgern.
Video- oder Telefonsprechstunden waren bislang nach dem Fernbehandlungsverbot untersagt, wenn Arzt und Patient nicht wenigstens einmal einander persönlich gesehen hatten. Doch der Deutsche Ärztetag hat das Verbot im Mai 2018 gelockert: Eine Behandlung aus der Ferne ist nach dieser Grundsatzentscheidung in Einzelfällen auch ohne persönlichen Erstkontakt zwischen Arzt und Patient möglich (Siehe Seite 1-2).
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Gerade erschienen:

Best/Bender/Berner
/Uhlemann/Dilling/Schaff:

Praxishandbuch Psychotherapie-Richtlinie und Psychotherapie-Vereinbarung

 

 

 
 
 

 

Gerade erschienen:
Thalheimer/Leist:
Kodierleitfaden für die Viszeralchirurgie 2018

 
 
 

 

Gerade erschienen:
Gaymann:
Cartoons von der Couch. Postkartenkalender 2019

 
 
 

 


Erscheint in Kürze:
Lüdke/Lembke/Pfohlmann:
AusZeit… einfach mal abschalten! Cartoonkalender 2019

 
 
 

 


Erscheint in Kürze:
Hildebrandt:
Demenz verstehen in Farbe

 
 
 


Erscheint in Kürze:

Matusiewicz/Nürnberg/Nobis:
Gesundheit und Arbeit 4.0. Wenn Digitalisierung auf Mitarbeitergesundheit trifft

 

 
 
   
 


Medizinstudierende im Praktischen Jahr: Lückenbüßer und billige Hilfskräfte?

 

Monkey Business Images, shutterstock.com
 

Die Ausbildung von Medizinstudierenden im Praktischen Jahr (PJ) krankt an mangelnder Betreuung und Anleitung. Vielfach wird den angehenden Ärztinnen und Ärzten die Rolle des Lückenbüßers zugedacht, der überall dort zur Stelle ist, wo im Krankenhaus Personal gebraucht wird. Dies geht zumindest aus einer Umfrage des Marburger Bundes (MB) hervor, der im März und April dieses Jahres rund 1.300 Mitglieder befragt hat, die sich noch im PJ befinden oder ihr PJ gerade absolviert haben.
Fast zwei Drittel der Medizinstudierenden (63 Prozent) verbrachten im Rahmen des ersten PJ-Tertials 40 bis 50 Stunden pro Woche im Krankenhaus, acht Prozent sogar 50 bis 60 Stunden. Nur 28 Prozent der Medizinstudierenden waren weniger als 40 Stunden in der Klinik. Ein Fünftel (21 Prozent) musste auch regelmäßig Zusatzdienste außerhalb der täglichen Anwesenheitszeit leisten. Nach der Approbationsordnung für Ärzte (§ 3 Abs. 4) sollen die Studierenden „in der Regel ganztägig an allen Wochenarbeitstagen im Krankenhaus anwesend sein“ – das schließt laut MB regelmäßige Anwesenheitszeiten von mehr als 40 Stunden pro Woche und zusätzliche Dienste in der Nacht oder am Wochenende aus.
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Rebscher/Kaufmann (Hrsg.):

Präventionsmanagement in Gesundheitssystemen

 

Der Prävention im Gesundheitswesen wird eine wichtige Bedeutung zugesprochen – verhindert sie doch das Entstehen immenser Kosten für die Leistungsträger und unterstützt den Auftrag, die Gesundheit der einzelnen Mitglieder der Gesellschaft zu fördern. Doch kommen bei der Beschäftigung mit diesem Thema einige Fragen auf. Welche Konzepte gibt es? In welchen Fällen sind präventive Maßnahmen sinnvoll, und wann nicht? Welche Risiken können auftreten?

Die Deutsch-Schweizerische Gesellschaft für Gesundheitspolitik geht mit Band 8 ihrer Schriftenreihe diesen Fragen auf den Grund, indem sie eine systematische Übersicht über ein zielführendes Präventionsmanagement in Gesundheitssystemen gibt. Eine Besonderheit dabei ist, dass die länderspezifischen Gesamtkonzepte der Präventionspolitik von Deutschland und der Schweiz vorgestellt werden. Der Band wirft einen kritischen Blick auf die Wirksamkeit der präventiven Maßnahmen und gibt auch einen Ausblick auf künftige Präventionsmaßnahmen anhand digitaler Neuerungen wie zum Beispiel Fitness-Apps.

 

Mehr Infos

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 


 

Patientenbeauftragter

 

Aus dem „Lexikon des deutschen Gesundheitssystems“, herausgegeben von Dr. Uwe K. Preusker.

 

Kurzform für „Beauftragte oder Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten“. Das Amt wurde mit dem GKV-Modernisierungsgesetz(GMG) geschaffen. Zur ersten Patientenbeauftragten wurde am 17. Dezember 2003 durch das Bundeskabinett die Bundestagsabgeordnete Helga Kühn-Mengel berufen, am 19. November 2009 wurde der CSU-Politiker Wolfgang Zöller zu ihrem Nachfolger bestimmt.

Zöllers Nachfolger wurde am 13. Januar 2014 Karl-Josef Laumann, der gleichzeitig das Amt des Bevollmächtigten für die Pflege (Pflegebevollmächtigter) inne hatte. Laumann bekleidete das Amt in der Position eines Staatssekretärs bis Juni 2017, als er zum Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen wurde. Bis zum Ende der Legislaturperiode wurde dann am 5. Juli 2017 Ingrid Fischbach zur Patienten- und Pflegebeauftragten berufen. Aktuell hat das Amt des Patientenbeauftragten Dr. Ralf Brauksiepe inne, der am 11. April 2018 berufen wurde. Neuer Pflegebevollmächtigter wurde Andreas Westerfellhaus. Seit 2018 sind beide Ämter somit wieder getrennt. Das Amt endet nach den gesetzlichen Vorschriften jeweils mit dem Zusammentreten eines neuen Bundestages.
Zu den gesetzlichen Aufgaben der/des Patientenbeauftragten gehört es, darauf hinzuwirken, dass die Belange von Patientinnen und Patienten besonders hinsichtlich ihrer Rechte auf umfassende und unabhängige Beratung und objektive Information durch Leistungserbringer, Kostenträger und Behörden im Gesundheitswesen und auf die Beteiligung bei Fragen der Sicherstellung der medizinischen Versorgung hin berücksichtigt werden. Die/der Patientenbeauftragte setzt sich bei der Wahrnehmung dieser Aufgabe dafür ein, dass unterschiedliche Lebensbedingungen und Bedürfnisse von Frauen und Männern beachtet und in der medizinischen Versorgung sowie in der Forschung geschlechtsspezifische Aspekte berücksichtigt werden, heißt es in den gesetzlichen Bestimmungen weiter.
Die/der Patientenbeauftragte ist von den Bundesministerien bei allen Gesetzes-, Verordnungs- und sonstigen wichtigen Vorhaben zu beteiligen, soweit diese Fragen der Rechte und des Schutzes von Patientinnen und Patienten behandeln oder berühren. Alle Bundesbehörden und sonstigen öffentlichen Stellen im Bereich des Bundes sind außerdem dazu verpflichtet, die/den Patientenbeauftragte/n bei der Erfüllung der Aufgaben zu unterstützen.

 
   
 
   
 

 
   
 
 



14. REHAFORUM
17. - 18.09.2018, Bonn
 

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Jahreskongress Netzwerk Case Management Schweiz
19.09.2018, Bern

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Gesundheitswirtschafts-kongress
19. - 20.09.2018, Hamburg

 

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REHACARE Kongress "Wir fürs Quartier" 2018
28.09.2018, Düsseldorf

 

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17. Freiburger Fachtagung Case Management und Politik
05.10.2018, Freiburg

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PEG-Fachtagung

11.10.2018, München

 

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6. MCC-Kongress Betriebliches GesundheitsManagement
16.-17.10.2018, Bonn
 

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10. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft:
„Demenz – Gemeinsam Zukunft gestalten“

18.-20.10.2018, Weimar
 

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23. Handelsblatt Jahrestagung Health 2018
22. - 23.10.2018, Berlin
 

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17. Europäischer Gesundheitskongress 2018
25. - 26.10.2018, München

 

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medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

Fax: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 20

E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de

 

Steueridentifikationsnummer

USt-IdNr.: DE267309671

Handelsregisternummer

HRB 707 763, Amtsgericht Mannheim

Ansprechpartner: Julia Rondot

Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

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